Erstellt am 24. August 2016, 02:58

von Nina Wieneritsch

Mehr als stupides Pumpen. Eiserne Disziplin braucht es, um es im Bodybuilding so weit zu bringen wie Heinz Weindl. Die NÖN traf ihn zum Gespräch.

„Man will es immer noch einmal wissen“, sagt Heinz Weindl, der sich 2017 den WM-Titel holen möchte.  |  NOEN

„Ich bin außerhalb der Norm“, gibt Heinz Weindl offen zu – und anders als die anderen muss der 46-Jährige auch sein, sonst hätte er es wohl nie so weit gebracht: Dreifacher Bodybuilding-Europameister und -Vize-Weltmeister darf er sich bereits nennen, 2017 soll dann, wenn alles glattgeht, der Weltmeister-Titel folgen.

Was es dazu braucht? Jede Menge Disziplin, einen starken Willen und ein klares Ziel vor Augen. „Ohne Ziel müsste man mental sehr stark sein, um durchzuhalten. Und die Konkurrenz schläft nicht“, schmunzelt der gebürtige Wiener, der als Trainer im Gänserndorfer Megafit-Studio arbeitet.

Was es bedeutet, in dieser Sportart erfolgreich zu sein, wüssten die wenigsten. „Ich will Bodybuilding in ein positives Licht rücken. Allerdings ist das in Österreich, obwohl Schwarzenegger von hier stammt, sehr schwierig“, ärgert sich Weindl, der nach einem Sponsor sucht.

Hierzulande boome eher die Fitnessklasse – im Gegensatz zu den USA, weshalb sich der Athlet im Herbst einem Bewerb in Las Vegas stellen will. Und die Vorbereitungen dafür laufen: Krafttraining sechsmal pro Woche, dazu Cardio und richtige Ernährung. „Das Wichtigste ist, was man isst und wann.“

Dass man mit diesem Lebensstil aus der Reihe tanzt, ist Weindl bewusst: „Du kannst nur vorne dabei sein, wenn du dich absonderst. Aber Isolierung ist eine geile Sache.“ Sein Umfeld stehe jedenfalls hinter ihm. „Manche mögen die Ästhetik nicht, aber bewundern die Disziplin“, sagt er. Und: „Auch meine Mutter ist mittlerweile Fan.“