Erstellt am 30. Dezember 2015, 05:03

von Peter Sonnenberg

Nina Mühl verpasste direktes Ticket für Ladies European Tour. Die Deutsch-Wagramer Profispielerin Nina Mühl (28) verpasste das direkte Ticket für die Ladies European Tour und muss „runter“.

Enttäuscht. Nina Mühl konnte das Ticket für die LET 2016 nicht lösen.  |  NOEN, privat

„Nicht das, was ich mir erwartet habe“, musste Nina Mühl (28) aus Deutsch-Wagram zähneknirschend zugeben. Die Profispielerin verpasste kurz vor Weihnachten im Rahmen der LET Qualifying School in Marokko die volle Tourkarte für die Ladies European Tour und wird deshalb 2016 eine Stufe darunter, in der LET Access-Series, spielen.

„Mein Spiel war einfach nicht da“, seufzte Mühl, die ansonsten eine positive Bilanz für 2015 zog: „Ich habe mich im Vergleich zum Vorjahr gesteigert, umso ärgerlicher, dass ich ausgerechnet in der Qualifying School mein schlechtestes Ergebnis zusammengespielt habe.“ Somit heißt es nach zwei Jahren auf der LET vorläufig einmal Abschied nehmen. Denn mit halber Tourkarte wird die Marchfelderin nur dann in ein Hauptfeld in Europas größter Profigolf-Turnierserie rutschen, wenn Spielerinnen vor ihr verzichten.

An ihrer Profikarriere hält die Deutsch-Wagramerin aber weiter fest, auch wenn das Preisgeld eine Stufe darunter gelinde gesagt mehr als nur eine Preisklasse unter der LET anzusiedeln ist. Bereits am Freitag geht es mit dem Flieger los in Richtung Australien. Dort wird sie im Jänner bei der australischen Tour starten und während dieser Zeit bei einer Gastfamilie wohnen „Das ist quasi ein Austauschmonat für Profigolfer“, so Mühl lachend. Die Gründe für die lange Reise sind einleuchtend: Zum einen fängt die LET Access-Series erst Ende März/Anfang April an, und zum anderen gibt es „Down Under“ auch einiges zu verdienen – Erfolg vorausgesetzt.

„Mein Budget muss ich auf jeden Fall knapper kalkulieren als im Vorjahr, daran führt kein Weg vorbei.“ Deswegen könnte sie sich auch eine Verlängerung ihres Aufenthalts vorstellen: „Wenn ich gut spiele, dann kann bzw. werde ich im Februar weiterspielen können. Das ist für mich auch wichtig, um im Spielrhythmus zu bleiben und beim Auftakt der LET Access-Series in Frankreich in Topform zu sein.“

Mühl hat ein klares Ziel für 2016: die Rückeroberung der vollen LET-Tourkarte. „Da müsste ich unter die Top fünf kommen. Das ist absolut machbar. Und wenn das nicht klappen sollte, dann heißt es im Dezember wieder zurück zum Start.“ Was nichts anderes heißt, als auch im kommenden Jahr an der LET Qualifying School teilzunehmen.