Erstellt am 27. April 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Optimismus pur trotz Verletzung. Hürden-Ass Thomas Kain (21) erholt sich derzeit von seinem Ermüdungsbruch.

 |  NOEN, ÖLV / Coen Schilderman

Für einen der beiden Top-Athleten aus dem Bezirk Gänserndorf, den Hürdensprinter Thomas Kain, begann die Freiluftsaison zunächst erfreulich, danach folgte der Schock.

Nach einer guten Hallensaison mit einigen Medaillen bei den Staatsmeisterschaften, einem intensiven Trainingslager in Südafrika und einigen tollen Trainingsaufenthalten in München plante Kain, Anfang Mai in die neue Saison zu starten. Da schlug der Verletzungsteufel zu, ein Ermüdungsbruch im linken Vorfuß. „So etwas passiert wegen Überbelastung oder einfach zu viel Training und das heißt im Normalfall sechs bis acht Wochen Laufpause“, seufzte der 22-jährige Kain.

„Aber es könnte schlimmer sein, Shit happens (lacht).“ Für ihn ist jetzt Schonung angesagt: „Ich werde in nächster Zeit mit alternativen Methoden trainieren. Athletik und Stabilisationsprogramme, Aquajoggen oder Ergo-Fahren stehen jetzt am Programm.“ Seine großen Saisonziele hat er aber noch nicht aufgegeben:

Der Qualifikationszeitraum für die Europameisterschaft im holländischen Amsterdam (6. bis 10. Juni) ist noch zehn Wochen. „Das wird knapp, aber wenn alles gut läuft, kann sich das noch ausgehen“, so Kain gewohnt optimistisch. „Für Rio (Anm.: die Olympischen Sommerspiele in Brasilien) braucht’s aber ein Wunder.“

Kein Wunder braucht es für den Marchfelder Diskuswerfer Gerhard Mayer aus Franzensdorf. Er löste sein Olympia-Ticket schon im Vorjahr und kann sich in aller Ruhe auf Rio 2016 vorbereiten.n.