Erstellt am 24. Februar 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Petz fährt nach Rio. Josef Toth vom SV Gymnastics Gänserndorf wird als Kampfrichter bei den Olympischen Spielen in Brasilien dabei sein.

Vorfreude steigt. Josef Toth freut sich auf Rio. NÖN  |  NOEN, NÖN

Eine erfreuliche Nachricht gab es für den Gänserndorfer Kampfrichter Josef Toth: Der 56-jährige Turntrainer des SV OMV Volksbank Gymnastics Gänserndorf wird im August vom Turn-Weltverband zu den Olympischen Spielen nach Rio entsendet.

Für Toth sind es bereits die dritten Olympischen Spiele nach 2008 in Peking und 2012 in London. „Und eine besondere Ehre. Denn im Gegensatz zu einer WM, wo automatisch mit einer Mannschaft auch ein Kampfrichter mitfährt, werden hier nur die Besten in Sachen Erfahrung und Qualifikation nominiert.“

Insgesamt an die 40 Kampfrichter werden nach Brasilien fliegen, in welchem Bewerb Petz sein Urteil abgeben wird, steht noch in den Sternen. „Das wird vor Ort mittels Los entschieden. Die Finali sind dann überhaupt nur ein Thema bei jenen Kampfrichtern, deren Athleten schon ausgeschieden ist.“ Aus österreichischer Sicht stehen die Chancen daher gut für Toth, da nur eine Turnerin Rot-Weiß-Rot vertreten wird.

Insgesamt 17 Tage wird der Gänserndorfer bei den Olympischen Spielen sein und freut sich schon auf das Ambiente. „Olympische Spiel muss man erleben, die kann man nicht beschreiben“, gerät er ins Schwärmen. Er hat auch genug Freizeit, um sich andere Wettkämpfe anzuschauen. Gibt es eine bestimmte Sportart? „Ich schaue mir fast alles an, von Damenjudo bis Bogenschießen.

Aber mein Highlight hatte ich schon in London: Ich wollte immer schon einmal nach Wimbledon zum Tennis, und in London habe ich dann tatsächlich Tickets für das Tennisturnier bekommen. Das wird schwer zu toppen sein (lacht).“ Untergebracht werden Toth und Kollegen aber nicht im olympischen Dorf, sondern in einem Extra-Hotel. Auch mit der österreichischen Olympia-Delegation hat er nichts am Hut: „Vielleicht geht sich ein T-Shirt des ÖOC aus.“

Einen ersten Vorgeschmack bekommt der Marchfelder aber schon in knapp acht Wochen, wenn in Rio der olympische Testwettkampf stattfindet, wo die letzten Tickets vergeben werden. Doch dahinter steht ein großes Fragezeichen: „Momentan streitet sich das lokale Organisationskomitee noch mit dem Weltverband. Mal schauen, ob wir überhaupt fliegen. Es wird so sein wie immer bei Großveranstaltungen: Pünktlich zum Beginn der Spiele wird alles perfekt sein.“