Erstellt am 05. April 2017, 02:35

von Peter Sonnenberg

Profi-Start in Spanien. Die ehemalige Nummer eins der Racketlon-Weltrangliste Christoph Krenn sattelte auf Padel um und wird 2017 mit Partner David Alten auf der Profitour spielen.

Bereit für die besten Spieler der Welt. Padel- Neo-Profi Christoph Krenn (rechts) und Partner David Alten (li.).  |  privat

Nach der erfolgreichen Racketlon-Laufbahn schlägt der Obersulzer Christoph Krenn nun endgültig eine neue sportliche Karriere ein. Gemeinsam mit seinem Partner David Alten wird er im Jahr 2017 auf der Padel-Profitour (World Padel Tour) spielen.

„Hier in Österreich kann man sich gar nicht vorstellen, was mit der Sportart Padel in anderen Ländern abgeht. In Schweden wurden bereits 200 Courts gebaut, in Holland wird an fast 70 Standorten gespielt und in Spanien oder Argentinien zählt Padel mehr Aktive als der Tennissport“, erklärt Krenn, der beim Aufbau der Outdoor-Anlage im Prater und der Indoor Courts am „City and Country Club“ am Wienerberg maßgeblich beteiligt war. In Spanien spielt man die Vor-Quali-Matches vor hunderten Zusehern. Für die Centercourt-Matches im Hauptfeld muss man wie bei einem ATP-Tennis-Event täglich Eintritt zahlen und die Profis spielen vor vollen Stadien. Die Organisatoren streamen live im Internet, und seit 2017 wird auch im Spanischen TV übertragen. Kein Wunder, dass man gerne mit mischen möchte.

„Als Nationalspieler in einem Land hat man die Berechtigung, dort antreten zu dürfen. Wir haben im Winter viel trainiert und sind schon gespannt, wie es uns heuer geht, wenn wir regelmäßig (Anm.: sechs bis acht Turniere sind geplant) bei Profi-Events antreten. Aber man muss trotzdem am Boden bleiben, all unsere Gegner sind ja Profis, die diese Sportart seit Kindesalter ausüben.“

Das Doppel-Team Krenn/Alten hat auch bei der Crowdfunding-Plattform „I believe in you“ mitgemacht und die Ak-
tion erfolgreich abgeschlossen. Viele Freunde, Bekannte und einige Firmen haben sich mit kleineren und größeren Summe beteiligt. So konnten insgesamt 140 Prozent der erhofften Summe erreicht werden. Mit über 6.500 Euro gehen sich einige Turnieraufenthalte in Spanien aus, zum Auftakt sind die Beiden seit dem letzten Wochenende in Madrid. Im Laufe der Saison sind Turniere in Barcelona, Madrid, Lissabon, Andorra und Valladoid geplant. Das ehrgeizige Ziel ist, einmal zu den hundert besten Spielern der Welt zu gehören.