Erstellt am 19. Mai 2016, 05:04

von Peter Sonnenberg

Profispielerin mit Nummer eins der Welt am Abschlag. Die Deutsch-Wagramer Profispielerin Nina Mühl (29) zog nach dem ersten Saisondrittel positiv Bilanz - dank toller Erlebnisse.

Abschlag ins Glück. Profigolferin Nina Mühl.  |  NOEN, privat

Das erste Saisondrittel für die 29-jährige Deutsch-Wagramer Profispielerin Nina Mühl ging am vergangenen Wochenende bei der Access-Tour in Spanien (Anm.: eine Tour unterhalb der Ladies European Tour, Europas größter Profiserie) zu Ende.

Aufgrund des regnerischen Wetters konnten Mühl und Co. nur eine Runde spielen. So blieb ihr genügend Zeit, um im NÖN-Gespräch ein erstes Saisonfazit zu ziehen: Anfang des Jahres flog die Marchfelderin nach Australien, um dort neun Wochen lang ihr Spiel auf Vordermann zu bringen.

Mit Erfolg: im Rahmen der Profitour „Australien Swings“ schaffte sie den Sprung unter die Top fünf, was ihr einen Startplatz bei den Australian Open einbrachte, einem der weltweit größten und renommiertesten Damenevents, das auch zur amerikanischen Tour (LPGA) gehört.

Mühl: "Konnte neben Lydia Ko abschlagen"

„Das war eine tolle Erfahrung und eine andere Welt. Wir hatten beispielsweise zwei Physiotherapeuten gratis zur Verfügung und einen professionellen Caddy“, gerät Mühl immer noch ins Schwärmen.

Und wie lief es im Feld der weltbesten Spielerinnen? „Ich spielte am Anfang sehr solide, war plus eins in der ersten Runde. Dann habe ich leider etwas den Schwung verloren und dadurch den Cut in der zweiten Runde verpasst.“

Ein Highlight blieb ihr aber besonders in Erinnerung: „Ich konnte mich direkt neben Lydia Ko, der aktuellen Nummer eins der Welt, einschlagen. Das war fantastisch.“ Nach ihrer Rückkehr nach Europa standen Turniere in Frankreich und der Schweiz sowie die internationalen Vierermeisterschaften im GC Murhof in der Steiermark auf dem Programm.

Nächster Schritt Turnier in Schweden

„Da galt es, meinen Schlag zu stabilisieren. Was nach neun Wochen Down Under gar nicht so einfach war (lacht).“ Für den Rest der Saison ist das Ziel für Mühl klar definiert: „Ich spiele auf jeden Fall alle Access-Turniere und will mich dort fix für die Ladies European Tour 2017 qualifizieren. Vor allem will ich im Dezember nicht schon wieder die Qualifying School spielen.“

„Einmal habe ich direkt neben Kängurus gespielt. Das war zwar gewöhnungsbedürftig, aber so stellt man sich Australien vor.“ Nina Mühl über ihre Eindrücke in Down Under.

Nach zwei Jahren auf der LET verpasste Mühl letztes Jahr die Tourkarte und bekam „nur“ eine „Conditional Card“, wobei sie da nicht weiß, wie viele Starts sie auf der European Tour bekommt, auch weil diese heuer nur aus wenigen Turnieren besteht. Nächster Schritt ist aber ein Turnier in Schweden.