Erstellt am 25. November 2015, 05:13

von David Aichinger

Rein ins Geschehen. Am Dienstag sollte Adnan Mravac schon das erste Mal für Mannsdorf eingelaufen sein. Sein Coach ist erfreut.

Applaus, Applaus. Präsident Wolfgang Macho (rechts) und sein SC Mannsdorf landeten mit Adnan Mravac einen Transfercoup und haben nun einen weiteren Ex-Profi in ihren Reihen.  |  NOEN, David Aichinger/Archiv

Nach Saisonende ging also alles ganz schnell. Ex-Profi Adnan Mravac, der nach einer Karrierepause schon mehrere Wochen in Mannsdorf mittrainiert hatte, unterschrieb einen Vertrag bis Sommer und verstärkt die Reihen des Herbstmeisters damit weiter.

Am Dienstag sollte der 33-Jährige auch schon sein Debut für die Marchfelder feiern – im Test bei der Wiener Viktoria, der letzten Freiluft-Einheit 2015. Für „45 bis 60 Minuten“, wie sein neuer Coach Christian Prehsel ankündigte. Der ist natürlich auch erfreut über die Verpflichtung: „Adnan hat lange nicht gespielt, aber die Erfahrung nimmst du ihm nicht mehr weg.

Er hat ein ausgezeichnetes Auge, einen super ersten Pass, ist körperlich robust und hat sich auch sehr schnell integriert“, so Prehsel, der von letzterem Punkt aber gar nicht so überrascht war: „Wenn jemand Qualität mitbringt, geht dieser Prozess im Normalfall schneller als sonst.“ Abseits von Mravac bekam der Trainer auch von einem anderen Innenverteidiger positive Nachrichten: Andreas Gradinger hat grünes Licht vom Neurologen, wieder Fußball zu spielen.

Prehsel will ihm nach der schweren Kopfverletzung aber Zeit geben: „Wir wollen ihn, in Abstimmung mit ihm selbst, langsam heranführen. Mal schauen, wie es beim Training geht und ob er sich in die Zweikämpfe traut.“ Falls Probleme auftreten sollten, ist die Position mit Mravac nun jedenfalls mehrfach abgesichert.

Prehsel: „Das war nötig. Die letzten vier Runden haben wir ohne gelernten Innenverteidiger gespielt. Das hat dann Auswirkungen in allen Mannschaftsbereichen.“ Ob weitere Neue kommen, ist noch offen, der Wunsch nach Offensivoptionen ist jedenfalls da. Bei Vasil Kuleski, der kaum spielte, dürften die Zeichen hingegen auf Abschied stehen.