Erstellt am 15. September 2015, 08:34

von David Aichinger

„Sperrgebiet“ könnte noch öfter blühen. Gaflenz stellte Mannsdorf mit stark umgesetzter Defensivvariante vor Probleme. Eine Vorlage für andere Teams?

Umzingelt. Kaum hatte Mannsdorfs Andreas Bauer (Mitte) einen Gegenspieler aus der Balance gebracht, war sofort der nächste da (rechts der Gaflenzer Kevin Halbmayr). In der Schlussminute fand Bauer dann aber doch noch einen Weg. Mit einer butterweichen Flanke von rechts bereitete er den goldenen Treffer mustergültig vor.  |  NOEN, Aichinger

Das Team von Christian Prehsel hatte ständig den Ball, bewegte sich viel, versuchte es stets konstruktiv mit flachen Bällen – doch Gaflenz machte seine Sache richtig gut. Die Gäste verteidigten relativ tief und dicht gestaffelt. Vor allem das Zentrum war mit dem großen und zweikampfstarken Bojan Glavas zu. Den Platz auf den Flügeln nützte Mannsdorf insgesamt zu wenig. Im Gegenteil, die vielen zentrumsorientierten Spieler taten Gaflenz noch den Gefallen, oft von der Seite in die Mitte zu ziehen. Prehsel versuchte mit seinen Einwechslungen entgegenzuwirken. Erik Chval sollte gemeinsam mit Andreas Bauer die Rechte Seite verstärken, Marco Csitkovits kam statt Gabriel Beck auf links.

Bauer: „Bei Geduld weiterentwickelt“

Wirklich besser wurde es auch mit diesem Duo nicht, aber zumindest das erlösende Tor fiel am Ende über die Seite. Assistgeber Bauer, der zuvor auch einmal auf der Linie gerettet hatte, lobte die Geduld seines Teams: „Gaflenz hat uns alles abverlangt, war sehr gut auf uns eingestellt. Schon in den letzten Spielen hat uns aber die Geduld ausgezeichnet. Das ist sicher ein Bereich, in dem wir uns im Gegensatz zu den letzten Jahren weiterentwickelt haben.“

Auch wenn jetzt in Krems wohl ein ganz anderes Spiel wartet, könnte ein „Sperrgebiet“, wie jenes der Gaflenzer, auch in den nächsten Heimspielen drohen? Bauer: „Das kann sein, auch auswärts in Waidhofen stand der Gegner zuletzt sehr tief. Wir versuchen aber immer, das Spiel sehr schnell zu machen und den Gegner laufen zu lassen. Wenn du geduldig bleibst, ergeben sich schon Räume, in denen du gefährlich aufs Tor spielen kannst.“