Erstellt am 20. April 2017, 02:39

von Peter Sonnenberg

WM-Limit für Onea. Der Deutsch-Wagramer Para-Schwimmer Andreas Onea (24) überzeugte beim Saisonauftakt in Eindhoven (Niederlande).

Starker Auftakt. Andreas Onea aus Deutsch-Wagram.  |  NOEN, privat

Was für ein Saisonauftakt für Schwimm-Ass Andreas Onea aus Deutsch-Wagram: Beim ersten internationalen Einsatz, dem Swim Cup in Eindhoven, bestätigte der 24-Jährige gleich beim ersten Langbahnwettkampf nach den Paralympics in Rio das geforderte internationale WM-Limit über 100 Meter Brust. Damit qualifizierte er sich für die WM in Mexiko im Oktober 2017.

Der Niederösterreicher absolvierte ein belastendes Programm mit insgesamt zehn Starts, davon viermal im Multi-Class-Finale, und zeigte besonders mit seiner Leistung über 50 Meter Schmetterling auf. Mit 30,30 Sekunden verpasste der Heeressportler seinen eigenen Ö-Rekord um nur 0,04 Sekunden, platzierte sich damit jedoch am zweiten Platz im Finale der schnellsten acht Para-Athleten.

Bei diesem renommierten Bewerb in den Niederlanden, wo Sportler mit und ohne Behinderung gemeinsam den Wettkampf bestreiten, galt es, nach der ermüdenden Vorbereitungsphase ohne spezifische Wettkampfvorbereitung technisch hochwertige Schwimmleistung abzurufen.

„Das war ein wichtiger Wettkampf für mich. Der Rhythmus kommt nach so einer langen Rennpause doch etwas abhanden, da habe ich gemerkt, dass ich etwas gebraucht habe, um wieder reinzu kommen“, rekapitulierte Onea. „Da waren die vielen Starts zwar anstrengend, aber notwendig. Man vergisst schnell, wie lang sich so ein 50-Meter-Becken während dem Rennen anfühlt“, schmunzelte der für den BSV Weißer Hof startende Onea.

Neben dem Wiederfinden des Rennrhythmus war das Lösen des WM-Tickets gleich der absolute Höhepunkt und gleich zeitig eine Erleichterung: „Mit der Zeit kann ich natürlich nicht vollkommen zufrieden sein, jedoch war das 100-Meter-Brust-Rennen eines der technisch saubersten, das ich jemals geschwommen bin. Das war auch das Ziel, und durch die Trainingsermüdung fehlt einfach noch die Geschwindigkeit.“

Zudem kann er jetzt ohne großen Druck in die nächsten Wettkämpfe gehen, im April kommt es nämlich knüppeldick: Die Para-Staatsmeisterschaften und Oneas Weltcup-Premiere in Sheffield (England) stehen auf dem Programm. „Das ist auch notwendig, damit ich Schritt für Schritt zu meiner Bestform finde.“