Erstellt am 08. September 2015, 09:42

von David Aichinger

"Von zehn Bällen verliert er nur einen". Der Spanier Nacho Casanova findet sich im Trikot der Mannsdorfer immer besser zurecht. Vom Coach gibt es Lob. Ignacio Diaz-Casanova Montenegro, genannt Nacho Casanova! Der 28-jährige Spanier vom SC Mannsdorf hat einen klingenden Namen, und auch zwei feine Füßchen.

Tüchtig, Junge. Anton Berisha (li.) war der achte verschiedene Torschütze seiner Mannschaft. Nacho Casanova (re.) machte den zweiten Treffer und zeigte in Gaflenz auch insgesamt einmal mehr auf.  |  NOEN, Aichinger

In Waidhofen traf der Offensivspieler im dritten Spiel in Serie, und auch mit seiner gesamt-spielerischen Vorstellung unterstrich Casanova einmal mehr seinen Wert für die Marchfelder. Sein Trainer Christian Prehsel ist heute noch mehr begeistert als am ersten Tag: „Dass er für diese Liga eine extrem hohe Qualität hat, ist klar. Dazu ist er noch extrem ruhig am Ball. Du kannst ihn offensiv immer anspielen, und weißt, von zehn Bällen verliert er vielleicht einen. Und defensiv hat er am Freitag auch noch fast jeden Kopfball abgeräumt.“ Was den Spanier aus Prehsels Sicht ebenfalls auszeichnet, ist sein Charakter: „Er hat sich vom ersten Tag an nahtlos eingefügt, ist ein ganz amikaler, netter Bursch. Ein richtiger Teamplayer.“

Topwert in der Liga

Was Casanova wiederum entgegenkommt, ist die Klasse der restlichen Spieler rund um ihn. Anton Berisha ist mit seinem Tor in Gaflenz schon der achte verschiedende Spieler, der in dieser Saison für Mannsdorf traf – das ist Topwert in der Liga. Prehsel: „Wir haben keinen, der schon acht oder zehn Tore hat. Es ist immer jemand anderer, der trifft. Das macht es für den Gegner noch schwieriger, und wer das Tor macht, ist uns in Wahrheit eh egal.“

Gradinger durfte das Spital verlassen

Gar nicht egal ist allen im Aulandstadion hingegen ihr Teamkollege Andreas Gradinger. Der durfte das Spital in der vergangenen Woche verlassen, muss zum jetzigen Stand nicht operiert werden. Zuhause ist aber weiterhin strenge Ruhe angesagt, ein bis zweimal pro Woche muss Gradinger zur Kontrolle. In der Kabine war er am Freitag dennoch wieder omnipräsent. Diesmal mit einem Foto an der Wand. Prehsel: „Da schauen wir schon, dass das nicht so schnell wieder in Vergessenheit gerät. Wir spielen weiterhin für ihn.“