Erstellt am 10. Februar 2016, 05:03

von Peter Sonnenberg

Zu gut für unten, zu schlecht für oben. Die Neusiedler Damen stecken kurz vor Ende des Grunddurchgangs der Hallenbundesliga im Mittelfeld fest.

Alles hört auf mein Kommando. Neusiedls Betreuer Reinhard Exner (Mitte) gibt Stefanie Marusa (links) und Antonia Ritschel-Roschitz, die diesmal fehlte, letzte Anweisungen.  |  NOEN, Manfred Lindorfer

 Die vorletzte Runde des Grunddurchgangs der Hallenbundesliga der Damen war für die Neusiedlerinnen ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Betreuer Reinhard Exner fasste es treffend zusammen: „Wir sind zu gut für die hinteren Mannschaften, aber auch zu schlecht für die Top-Teams.“

Das bewiesen Elisabeth Ojo und Co.: Gegen den Tabellensiebenten Vöest Linz gab es den erwarteten Pflichtsieg  – ohne besonders glänzen zu müssen. Danach war man gegen den Dritten Linz-Urfahr chancenlos – allerdings nur dem 0:3-Endergebnis nach, denn alle drei Sätze waren hart umkämpft. Zudem fehlte die ehemalige Kapitänin und Teamspielerin Antonia Ritschel-Roschitz aus privaten Gründen. Kein Wunder, dass Exner meinte, dass sich „die vergebenen Chancen bei uns wie ein roter Faden durch die Saison ziehen“.

Verstärkungen? „Markt gibt derzeit nichts her“

Damit bleiben die Neusiedlerinnen auf dem fünften Platz einzementiert. Spannender als die Frage, ob die Weinviertlerinnen Fünfter oder Sechster werden, ist vor der letzten Runde aber jene nach der Zukunft. Da spricht Exner Klartext: „Natürlich würde ich gerne Verstärkungen holen, aber aktuell gibt der Markt nichts her. So werden wir wohl mit demselben Kader in die Frühjahrsmeisterschaft auf das Feld gehen.“

Und an der Zielsetzung soll sich etwas ändern: „Ich will wieder ins „Final 3“-Turnier. Aber da müssen wir uns nach dem Saisonende zusammensetzen und diskutieren, wohin wir wollen. Mit all den daraus folgenden Konsequenzen.“ Hoffentlich auch mit einer Elisabeth Ojo zurück in Hochform. Denn ein hartnäckiges Leistungstief, das laut Exner primär im mentalen Bereich zu suchen ist, macht der Teamspielerin zu schaffen.