Erstellt am 16. Dezember 2015, 05:33

von Peter Sonnenberg

Zwei Tage wach. Der Lasseer Extremläufer Rainer Predl ist nach seinem Kniescheibenbruch wieder fit und plant das nächste Rekordprojekt. Die Weltrekorde über 100 Kilometer auf dem Laufband und sieben Tage auf eben jenem gehören Rainer Predl schon.

Zurück auf der Strecke. Der Lasseer Extremläufer Rainer Predl.  |  NOEN, privat

Die Weltrekorde über 100 Kilometer auf dem Laufband und sieben Tage auf eben jenem gehören Rainer Predl schon. Jetzt will er den nächsten Rekord aufstellen: Beim Extremlauf „48 Stunden um Asten“ in Ober österreich will der 25-jährige Lasseer einen neuen österreichischen Rekord im 48-Stundenlauf aufstellen. Dazu gehört auch, zwei Tage lang ohne schlafen durchzulaufen .

„Vom Kniescheibenbruch zum Rekordbruch“, kommentierte Predl gewohnt gut gelaunt sein neuestes Projekt. Denn vor knapp sechs Monaten rutschte der Marchfelder beim Training aus und brach sich die Kniescheibe. Für einen Läufer gibt es viele Verletzungen, doch eine der langwierigsten bleibt ein Kniescheibenbruch. Eine lange Reha-Zeit stand ihm bevor, ausgerechnet kurz nachdem er bekannt gab, in der Marathonszene einsteigen zu wollen.

Training ab Anfang Jänner

Nach Monaten der Ruhepause startet sein Training ab Anfang Jänner wieder in vollen Umfängen. Bereits im November und Dezember wurde ein Wochenpensum zwischen 100 und 130 (!) Kilometer abgespult. Auch ein durchgehender 118 Kilometer-Lauf wurde in 13 Stunden einmal „testhalber“ bewältigt: „Nicht nachmachen“, lacht Predl.

Jetzt also kein Marathon, sondern wieder ein Extremlauf im Bezirk Linz-Land. Die „48 Stunden um Asten“ sind ein zwei Tage langer Nonstop-Rekordversuch zugunsten Obdachloser in Österreich. Seit 2009 liegt der österreichische Rekord mit 346,33 Kilometern bei einem burgenländischen Athleten. 2016 soll der Rekord nach Niederösterreich gehen, in den Bezirk Gänserndorf: Auf einem 1,2 Kilometer langen Rundkurs im Funpark Asten soll Predl von 7. bis 9. Juli ohne Schlaf den Rekord brechen.

„Dabei sind externe Mitläufer wieder erwünscht. Denn für jeden Kilometer von jedem Extra-Teilnehmer geht ein wenig Geld an das Neunerhaus“, stellt sich Predl auch diesmal in den Dienst der guten Sache. Eine offizielle Zeitnehmungsfirma und eine offizielle AIMS Vermessung (=vom internationalen Leichtathletikverband) wird es ebenfalls geben. Auch das professionelle Betreuerteam „The Monsters“, das beim Sieben-Tage Laufband-Weltrekord in der Bezirkshauptstadt im Februar schon mit dabei war, wird den Ausnahmesportler wieder begleiten.