Erstellt am 29. September 2015, 10:04

von Petra Suchy

Von „schmähstad“ auf Hundert. Zuerst gemütlich, dann bissig lief Bernhard Bock (50) in der Schweiz mit 62,6km auf Rang zwei

Ein lachender Bernhard Bock nach seiner Aufholjagd beim 6-Stunden-Lauf im schweizerischen Brugg.  |  NOEN

In der heimischen Community ist der lange Atem von Ultraläufer Bernhard Bock ja längst bekannt, im schweizerischen Brugg beeindruckte der LT-Gmünd-Obmann auch seine dort lebenden Onkeln und Tanten mit seinem zweiten Platz beim 6-Stunden-Lauf. „Ich hatte eine Mordsfreud‘ mit dem Resultat. Immerhin lag ich nach zwei Stunden aussichtslos an vierter Stelle. Die Schweizer sind mir auf dem 935m langen Rundkurs um die Ohren gelaufen, bis ich ein bisserl schmähstad war“, resümiert der Hoheneicher, der seinen Lauf eher gemütlich begonnen hatte.

Gegen 10.30 Uhr, als die 6h-Läufer schon viereinhalb Stunden am Asphalt-Oval ihre Runden drehten, packte Bock die Reserven aus: „Da hatten sich meine Verwandten angesagt, also hab ich zwei g’spritze Redbull getrunken, mehr riskiert – und gleich einen Vordermann überrundet.“ Derart mental befeuert holte er sich auch noch den zweiten Vordermann, dem er bis zum Schluss drei Runden abknöpfte. Am Ende hatte Bock den Silberpokal mit 67 Runden und 62,6km souverän abgesichert.

Am 11. Oktober geht’s gleich mit einem Marathon weiter: LT-Gmünd-Kassier Armin Kollenz löst sein Vereinsgeschenk zum 50er – einen Start beim Münchner Marathon – gemeinsam mit dem Obmann und Martina Diesner-Wais ein.