Erstellt am 08. September 2015, 09:46

von Maximilian Köpf

Amaliendorf rüstet für Abstiegskampf. Anfangseuphorie bei SCA-Scherzer verflogen: „Müssen die Ärmel für den Abstiegskampf hochkrempeln.

Zungenschnalzen bei Manfred Mayer. Der Schrems-Coach fordert gegen Melk wieder mehr Entschlossenheit bei seinen Kickern.  |  NOEN, Stöger

ROHRBACH - AMALIENDORF, Freitag, 19.30 Uhr. Viel Gesprächsbedarf ortete Amaliendorfs Sektionsleiter Christian Scherzer im NÖN-Gespräch bei etlichen seiner Spieler: „Es geht in der Landesliga nicht, dass du dich so hängen lasst. Die Körpersprache war bei einigen katastrophal!“ Das erste Training am Montag nach der Vorstellung gegen Seitenstetten spielte sich also großteils im verbalen Bereich ab.

„Einige haben ja gespielt, als wären sie im Urlaub, haben sich überhaupt nicht bemüht“, kritisierte Scherzer. Die Enttäuschung wegen des unerwartet schlechten Saisonstarts ist beim SCA groß. „So schlecht sind wir ja nicht!“, weiß Scherzer. Vor allem die zwei versemmelten Heimsiege gegen schlagbare Gegner (Guntersdorf und Seitenstetten) stoßen dem Sektionsleiter sauer auf.

Schlagbar hält er für den SC Amaliendorf allerdings immer noch jeden: „Wenn wir taktisch und kämpferisch gut spielen, ist der Sieg auch in Rohrbach nicht unmöglich. Und wir müssen wieder Fußballspielen, mit dem Ball-nach-vorne-Dreschen aufhören.“ Mit einem hat sich Scherzer aber schon ziemlich abgefunden: „Wir dachten, es geht heuer ohne, aber jetzt müssen wir wieder für den Abstiegskampf die Ärmel aufkrempeln.“

SCHREMS - MELK, Freitag, 19.30 Uhr. Punktemäßig um keinen Deut besser als Amaliendorf steht Schrems da. Vom K-Wort will Trainer Manfred Mayer aber noch nichts wissen: „Die Tabelle schaue ich mir erst an, wenn sie aussagekräftig ist.“

In Wilhelmsburg machte Schrems die Leichtfertigkeit zu schaffen. „Wir müssen vor dem Tor entschlossener werden. Die Chancen waren ja da“, so Mayer. „Es ist alles nicht so schlecht, aber wir spielen vor dem Tor zuviel herum. Der letzte Schritt fehlt.“

Ob der gerade gegen Melk gelingt, das als einziges Team noch ungeschlagen ist? „Die Liga ist so eng, da kann jeder jeden schlagen. Wir müssen wieder gewinnen. Es wird eine Herausforderung, aber die Stimmung ist nicht schlecht.“

KILB - GMÜND, Freitag, 19.30 Uhr. Mit dem 4:0 über Rohrendorf schloss Gmünd zum Spitzenduo der Tabelle auf. Gegen Kilb, wo das neue System von Trainer Christian Haabs gerade zu greifen beginnt (5:1 in Guntersdorf), wollen die Gmünder am Freitag weitermarschieren. „Ich will mit drei Punkten aus Kilb zurückkehren“, steckt Sektionsleiter Armin Drach die Ziele ab. „Verstecken müssen wir uns niemandem.“

Mit dabei sein wird Torhüter Thorsten Flicker, dessen Knie-Schwellung bis dahin abgeklungen sein sollte. Philipp Haidl spielte schon in den Schlussminuten gegen Rohrendorf und Alexander Bauer, Mathias Rezsonya und Michal Kanak standen beim 4:0-Sieg ohnehin wieder in der Startformation.