Erstellt am 22. September 2015, 09:55

von Maximilian Köpf

Auf der Suche nach Kreativität. Schrems vor Derby gegen Amaliendorf um Offensiv-Ideen bemüht. Langer-Truppe setzt auf Selbstvertrauen.

Der Schremser Strippenzieher im Mittelfeld, Filip Chlup, wusste in Herzogenburg eine Spezialbewachung gegen sich. Er wurde 90 Minuten lang manngedeckt und ständig mit kleinen Fouls beackert. Gegen Amaliendorf dürfte er wieder mehr Platz bekommen.  |  NOEN, Maximilian Koepf

SEITENSTETTEN - GMÜND, Freitag, 19.30 Uhr. Der Sieg freue ihn, wie er zustande gekommen ist, weniger, meinte Gmünds Sektionsleiter Armin Drach nach dem 4:1 über Wieselburg. Dafür, dass er in Seiten-stetten auch mit dem Spielverlauf glücklich sein kann, fehlt, dass Gmünd sein Spiel bis zum Schluss durchzieht. „Gegen Seitenstetten haben wir aber gute Chancen“, sagt Drach. Michal Kanak wird dort mit seiner gebrochenen Rippe allerdings noch eher nicht mit dabei sein. Ebenso fehlen Kapitän Christian Nöbauer (Rot-Sperre) und Peter Genowitz (Knieprobleme).

SCHREMS - AMALIENDORF, Samstag, 20 Uhr. Es ist wieder Derbytime. Das zweite kleine Bezirksduell steht wegen des Waldviertel-Derbys in der 1. NÖN Landesliga zur ungewohnten Zeit am Samstagabend auf dem Programm. „Der Zeitpunkt ist egal. Wir müssen so oder so unsere Leistung bringen“, sagt Schrems-Trainer Manfred Mayer, der von seinen Offensivleuten mehr Kreativität fordert. Vielleicht spielt da auch Jiri Mlika, der seine Motivationsprobleme überwunden haben dürfte, wieder eine Rolle. Mehr lässt „Mucky“ Mayer aber noch nicht ans Tageslicht. „Mal schauen, wer fit wird.“ Eher unwahrscheinlich ist ein Einsatz von Benjamin Kollenz, der sich eine Zerrung im Oberschenkel zugezogen hat. Die Einsätze von Bernhard Brantner (Zerrung), Thomas Masch (geschwollener Knöchel) und Michal Macha (Leistenzerrung) sind noch fraglich.

Neuerlangtes Selbstvertrauen für den SCA

Die Amaliendorfer erwartet Mayer zwar nicht ganz so defensiv wie Herzogenburg, die Filip Chlup über 90 Minuten lang manndeckten und mit ständigen kleinen Fouls aus der Fassung brachten, aber auch eher tief stehend und auf Konter lauernd. „Wir müssen kompakt stehen und auf unsere Chance lauern“, bestätigt Amaliendorfs Sektionsleiter Christian Scherzer, sagt aber: „Schrems hat nur um einen Punkt mehr als wir. Verstecken oder gar fürchten müssen wir uns überhaupt nicht.“ Nach dem 5:1-Sieg spreche auch das neuerlangte Selbstvertrauen für den SCA.

Es wäre übrigens der Premierensieg der Amaliendorfer über Schrems seit dem Wiederaufstieg 2013: Die vier Partien seither endeten zweimal zugunsten der Schremser und zweimal ohne Sieger.