Erstellt am 19. Mai 2016, 05:04

von Maximilian Köpf

Bei der Premiere aufs Podest. Rallye-Fotograf auf Abwegen: Matthias Österreicher fuhr beim Debüt in Zwettl aufs Podium. Eigentlich ist Matthias Österreicher bei Rallyes immer als Fotograf unterwegs.

Auf die Unterstützung seiner Familie und Freunde konnte Matthias Österreicher beim Rallye-Debüt in Zwettl zählen.  |  NOEN, Robert May

Mit der Zeit juckte es den Aalfanger allerdings unter den Fingernägeln, auch selbst einmal aktiv ins Geschehen einzugreifen.

Nach einer Tour im Vorausauto und einem 15km-Intermezzo samt Ausfall im Vorjahr ging’s am vergangenen Wochenende in Zwettl erstmals über die volle Distanz. „Und das in einem starken Auto“, fügt er hinzu.

„Für mich war es die erste richtige Rallye. Ein Traum ist in Erfüllung gegangen.“ Für das Buchbacher Wurmbrand Racing Team ging Matthias Österreicher im Citroen DS3 R3T in Zwettl an den Start – und musste dort gleich mit widrigsten Bedingungen zurechtkommen.

Starke Regenfälle am Vortag verschmutzten die Fahrbahn und machten sie rutschig. „Für Profis kein Problem. Aber wenn du das erste Mal in einem reinrassigen Rallye-Auto sitzt, hast du ganz schön zu kämpfen“, schildert Österreicher. „Meine Co-Pilotin Ursula Mayrhofer hat mich aber durch die Strecke gelotst.“

"Wir wollen Spaß haben"

Die Zeiten wurden besser und besser. In der siebenten Sonderprüfung reichte es schließlich sogar für die 14. Zeit. In der Endabrechnung landete Österreicher auf dem 19. Rang. In der Klasse 3 stand Österreicher/Mayrhofer aber auf dem Podest – bei der ersten Rallye!

„Einfach nur geil“, jubelte Österreicher. „Wir wollten Spaß haben, das Auto ohne Kratzer ins Ziel bringen. Das es so gut läuft, hätte ich nicht erwartet.“

Neben Matthias Österreicher waren in Zwettl auch der Litschauer Gerald Pöschl und Claudia Dorfbauer unterwegs. Sie holten sechsten Gesamtrang, gewannen die Klasse 2. Für das Schremser Rallye-Team Maier lief das Wochenende durchwachsen.

Nach zu vorsichtiger Reifenwahl in den ersten Sonderprüfungen holten Christian Maier und Erna Pichler zwar am Nachmittag kontinuierlich auf, kamen nach fehlerhaften Fahrten aber nicht über einen 31. Gesamtrang hinaus (4. in der Klasse 7.3).