Erstellt am 10. Februar 2016, 04:53

von Maximilian Köpf

Bringt sechster Platz Quali für Weltcup?. Stefan Fegerl Sechster bei Europas Top-16-Turnier. Qualifikation für Turnier der Top 16 der Welt wahrscheinlich.

Der Unterlembacher Stefan Fegerl zeigte bei seiner Premiere im Top-16-Turnier Europas auf.  |  NOEN, privat

Beim ersten Auftritt beim ITTF Europe-Top-16-Turnier zeigte Stefan Fegerl gleich ganz groß auf, siegte erstmals gegen Vladimir Samsonov, holte sich den sechsten Platz und damit wohl das Ticket für den Weltcup im Oktober.

„Ganz sicher ist es noch nicht, aber ich bin zuversichtlich“, sagt Fegerl im NÖN-Gespräch. „Das ist eine Wahnsinnsgeschichte für mich! Jetzt war ich gerade das erste Mal bei den europäischen Top 16 dabei und qualifiziere mich gleich für das Turnier der besten 16 der Welt.“

Mit seiner Premiere im Turnier der europäischen Elite ist Fegerl zufrieden: „Das war eine anständige Leistung. Das Turnier läuft ja ganz anders ab. Wenn du auf der Pro-Tour verlierst, bist du draußen. Hier geht‘s nach Niederlagen mit den Platzierungsspielen weiter. Du musst dich immer wieder neu motivieren und aufbauen.“

Gleich drei Spiele standen in der Gruppenphase auf dem Plan. „Die Auslosung war schwierig, gegen Mattenet hatte ich bisher nur einmal gewonnen, gegen Samsonov noch gar nicht“, so Fegerl. Dass am Ende drei Siege aus drei Spielen standen, lag vor allem am sensationellen Fünfsatz-Erfolg über den Weißrussen Vladimir Samsonov (Nummer 8 der Welt). Gegen den Franzosen Adrien Mattenet gab er gar keinen Satz ab und den Schweden Pär Gerell besiegte er 3:1.

Mehr Punkte, aber einen Platz verloren

Fegerls Erfolgslauf wurde im Achtelfinale allerdings jäh von seinem künftigen Klubkollegen bei Borussia Düsseldorf, Kristian Karlsson (SWE), gestoppt. „Verdient!“, wie Fegerl meint. „Der Linkshänder liegt mir nicht. Außerdem ist er momentan stark drauf, hätte auch im Halbfinale Dimitrij Ovtcharov besiegen müssen.“ Gegen den späteren Turniersieger war für Karlsson aber nach 3:4 Schluss.

Für den Unterlembacher ging es in den Spielen um die Plätze 5 bis 8 weiter. Gleich im ersten Match sorgte Fegerl dabei für den nächsten Coup. Er schlug den Portugiesen Tiago Apolonia mit 4:2. „Das hatte sehr viel Bedeutung“, sagt er. „Damit hab ich mich wohl für den Weltcup qualifiziert.“ Das Turnier der 16 besten Spieler der Welt steigt im Oktober in Saarbrücken.

Spiel um Platz fünf

Das entschädigte auch für die Revanche von Samsonov im Spiel um Platz fünf. Fegerl: „Zweimal hintereinander gegen so einen Top-Mann zu gewinnen, ist ganz schwer. Der macht sich ja auch Gedanken, warum es beim letzten Mal nicht geklappt hat.“

In der aktuellen Weltrangliste löste der Wiedereinstieg von Timo Boll (GER), ein weiterer künftiger Teamkollege Fegerls bei Düsseldorf, auf Rang neun einen Mini-Rückschritt für Fegerl aus. Von 22 ging‘s auf 23. „Ich habe aber Punkte dazugewonnen“, nimmt‘s der 27-Jährige, der weiter bester Österreicher in der Weltrangliste ist, locker.