Erstellt am 13. April 2016, 06:04

von Maximilian Köpf

Der nächste Anlauf. Der Gmünder Motocrosser Samuel Schadler will nach der verkorksten Vorsaison heuer den Sprung in die Staatsmeisterschaft schaffen.

Überstunden im Fitness-Center, neue Sponsoren, mehr Lockerheit - so will Samuel Schadler heuer wieder im Auner-Cup angreifen.  |  NOEN, Maximilian Köpf

Der Anfang war vielversprechend. 2015 war nicht unbedingt das Jahr des Samuel Schadler. Zahlreiche Ausfälle und eine Sprunggelenksverletzung spülten den Gmünder Motocrosser um Auner-Cup nach hinten. Wohin genau, das hat Schadler schon verdrängt: „Irgendwo um den 20. Platz.“ Um genau zu sein, wurde er in der MX2-Gesamtwertung 22.. „Es hat nicht gepasst, aber damit habe ich abgeschlossen“, will sich Schadler viel lieber schon auf die neue Saison konzentrieren.

Denn diese hat ganz nach seinem Geschmack begonnen. Beim Heimrennen seines Klubs UMCT Langenlois holte der 19-Jährige den vierten Gesamtrang, punktegleich mit dem Dritten. „Ein bissl hab‘ ich mich geärgert, dass ich Vierter geworden bin“, sagt er. „Das ist immer blöd. So knapp das Stockerl versäumen… Aber dann hat die Freude über die gute Leistung doch überwogen.“ Vor allem im ersten Lauf ließ Schadler sein Können aufblitzen, kämpfte sich nach einem Top-Start noch weiter nach vorne und wurde Vierter. Anders im zweiten Lauf, als er durch Stürze von Vorder- und Nebenmännern fast von seiner Kawasaki geholt wurde. „Ich hab‘ mich dann verkrampft, die Konzentration hat nachgelassen“, so Schadler, der dadurch vom fünften auf den siebenten Rang zurückfiel.

Zufrieden ist er dennoch mit seinem Saisonauftakt, mehr noch: „Es taugt mir! Ich bin jetzt dort, wo ich immer hinwollte.“ Nämlich in die Top 5, am liebsten gleich aufs Stockerl.

Über Auner-Cup in die Staatsmeisterschaft

Um das regelmäßig zu schaffen, hat sich der Gmünder im Winter ordentlich reingekniet – einerseits im Fitnesscenter Überstunden geschoben, andererseits auch im administrativen Bereich viel weitergebracht. „Wir haben etliche neue Sponsoren gefunden“, erzählt Schadler. Dadurch war es auch möglich, sich ein zweites Motorrad anzuschaffen – zur Reserve.

Aufgrund der stockenden Leistungen im Vorjahr liegt das Hauptaugenmerk heuer noch einmal auf dem Auner-Cup, der Vorstufe zur Staatsmeisterschaft. Das nächste Rennen steht gleich am Wochenende in Sittendorf im Wienerwald an, am 1. Mai geht’s nach Imbach.