Erstellt am 15. Juni 2016, 05:00

von Maximilian Köpf

Doppelpodium in Ungarn. Racer4Kids-Pilot Andreas Fichtenbauer beim zweiten Superbike-Wochenende gleich zweimal aufs Podest. Der Pannoniaring war eine Reise wert.

Am anspruchsvollen Pannoniaring fuhr Andreas Fichtenbauer gleich zweimal auf den dritten Platz in der Staatsmeisterschaft.  |  NOEN, privat

Die Abstimmungsarbeit nach dem durchwachsenen, aber lehrreichen Auftaktwochenende auf dem Slovakiaring machte sich für Andreas Fichtenbauer bezahlt. Der Racer4Kids-Pilot fuhr auf Pannoniaring am Wochenende zweimal aufs Podest.

„Wir haben neue Federelemente getestet“, erzählt der Schremser. „Außerdem sind wir noch auf einige Nachwehen vom Sturz bei den Testfahrten gestoßen.“ Das habe sich speziell für den Pannoniaring in Ungarn ausgezahlt. „Die Strecke ist mit dem Superbike eine große Herausforderung, weil keine Zeit zum Verschnaufen bleibt“, so Fichtenbauer. „Es ist eine der körperlich anstrengendsten Strecken.“

Dazu kam dann auch noch Pech. Seine schnellste Runde im Qualifying musste der Charity-Racer wegen eines Sturzes eines anderen Fahrers abbrechen und in den anderen Runden hatte er keine freie Fahrt. Die schnellste gezeitete Runde war 1:57,1min – Startplatz 11.

Von vielen Fans unterstützt kämpfte sich Fichtenbauer im ersten Rennen nach vorne – davor verlor er beim Start aber noch einen Platz. „Ich bin dann Runde für Runde schneller geworden“, erzählt Fichtenbauer. „Aber überholen ist am Pannonriaring ein schwieriges Unterfangen.“ Zudem machten ihm die 28 Grad Lufttemperatur bei hoher Luftfeuchtigkeit zu schaffen. Auf den 14 Runden gab’s Positionskämpfe bis zum Ende.

Speziell Milos Chihak wehrte sich gegen den Schremser. „Da hatte ich ganz schön zu kämpfen“, so Fichtenbauer. Aber es zahlte sich aus: In der AlpeAdria-Wertung wurde er Fünfter, in der Staatsmeisterschaft fuhr er gar aufs Podium – Dritter.

"Habe nicht erwartet, aufs Podium zu kommen"

Damit war auch das zweite Rennen etwas einfacher – Startplatz fünf. Doch dann begann es zu regnen. „Ich bin gleich an die Box gefahren, habe Reifen gewechselt, aber bis ich mich an die nasse Strecke gewöhnt hatte, habe ich etwas gebraucht“, erzählt Fichtenbauer.

Das Rennen auf neun Runden verkürzt gewann er aber immer mehr Vertrauen in seine Yamaha R1 und wiederholte seinen dritten Platz in der Staatsmeisterschaft – Platz sechs in der AlpeAdria. „Sensationell bei diesen schwierigen Bedinungen“, jubelte der Racer4Kids-Pilot. „Ich hatte nicht erwartet, überhaupt aufs Podium zu kommen. Jetzt hab ich’s zweimal geschafft...“

Weiter geht‘s nun mit den Läufen fünf und sechs in Rijeka.