Erstellt am 05. April 2017, 03:10

von Maximilian Köpf

Am Ende bester Nicht-Russe. Bis zum letzten Grand-Prix-Wochenende der Saison in Heerenveen musste Harry Simon warten, bis er wieder der Beste vom Rest der Welt war. Am Ende war Simon in Top-Form.

Im neuenEisstadionThialf in den Niederlanden sahen die meisten Gegner den Pfaffenschlager Harald Simon (50) nur von hinten.  |  privat

Das lange Warten auf den Saisonabschluss hat sich ausgezahlt. Beim Einzel-WM-Finale im holländischen Heerenveen war Harald Simon nämlich wieder ganz der Alte. Am Samstag war der Pfaffenschlager sogar der beste Nicht-Russe.

Im neunten Grand Prix der Saison schrieb Simon nur einen einzigen Einser – gegen Sonntagssieger Dmitry Khomitsevich und Daniil Ivanov aus Russland. Nach den Vorläufen war er sogar Vierter mit elf Punkten – Saisonrekord! Das neue Eisstadion Thialf lag dem frischgebackenen 50er. Im Semifinale gegen Dmitry Koltakov, Dinar Valeev und Landsmann Franz Zorn, der am Samstag nur schlecht auf Touren kam und auch am Sonntag nicht in Normalform fuhr, hatte Simon allerdings Pech. Er rutschte weg und verpasste so die Chance auf mehr. Im Endeffekt stand mit dem fünften Platz als bester Nicht-Russe trotzdem die beste Saisonplatzierung zu Buche.

Im letzten Rennen der Saison musste sich Simon jedoch wieder über den Schiedsrichter ärgern. Dieser disqualifizierte ihn im siebenten Lauf wegen angeblichen Durchfahrens der roten Linie – der eingelegte Protest half nichts. Simon fuhr neuerlich stark, besagter Nuller machte ihm jedoch einen Strich durch die Halbfinal-Rechnung. Dieses verpasste er mit sieben Zählern um einen Punkt, er wurde Neunter.

Den Weltmeistertitel holte Dmitry Koltakov zum zweiten Mal nach 2015. Dem 26-jährigen Russen reichte nach dem überlegenen Sieg am Samstag ein vierter Rang am Sonntag.