Erstellt am 24. Februar 2016, 05:59

von Maximilian Köpf

Stürze kosten Silber. Nach Crash im A-Finale der EM musste Harry Simon ins Stechen gegen Russen-Youngster, fiel dort wieder – Bronze.

Harald Simon holte bei der EM Bronze. Jetzt geht's zum Saison-Finale nach Togliatti.  |  NOEN, privat

Dmtri Solyannikov war am Start zwar schneller am Gasgriff, nur 100 Meter weiter hatte Harald Simon den russischen Juniorenmeister aber schon überholt und dominierte den Lauf. Als schon alles nach dem Sieg für den Pfaffenschlager aussah, passierte es: 100 Meter vor dem Ziel legte sich Simon zu weit rein, rutschte ohne Bodenhaftung auf dem Eis nach außen und blieb im Oval liegen. Solyannikov zog vorbei und gewann das Stechen um die Silber-Medaille bei der Europa-Meisterschaft im russischen Ufa, das für St. Johann im Pongau als Veranstalter eingesprungen war.

Die zweite Bronze-Medaille für Harry Simon binnen einer Woche – und wieder vermasselten Stürze dem stark fahrenden Pfaffenschlager Silber.

Goldmedaille war in Reichweite

Noch am ersten Tag der EM, die aufgrund russischer Feiertage auf Sonntag und Montag verlegt wurde, war Simon in der baschkirischen Hauptstadt ganz klar auf Silber-Kurs gelegen. Sogar die Goldmedaille war mit einem Punkt Rückstand auf Serienweltmeister Nikolai Krasnikov (RUS) in Reichweite.

Am Montag ließ Simon in den Vorläufen nur gegen die Russen, Krasnikov, Solyannikov und Nikita Toloknov, Punkte liegen. Der Traum von EM-Gold platzte aber jäh im A-Finale gegen dieses Trio. Der 48-jährige Maschinenschlosser stürzte, für den Re-Run war er als Sturzverursacher disqualifiziert. Somit herrschte Punktegleichheit zwischen Simon und Solyannikov. Die beiden mussten ins Stechen, wo der Pfaffenschlager, leicht gehandicapt von den vorherigen Stürzen, wieder zu Fall kam – Bronze.

EM-Titel ging an Krasnikov

Der EM-Titel ging ungefährdet (+4 Punkte) an die lebende Legende Krasnikov, der sich bei seiner Heim-EM nach 20 WM-Goldenen auch endlich EM-Gold umhängen konnte.

Für Harry Simon ist der Aufenthalt in Russland noch nicht zu Ende. Von Ufa aus ging es am „Tag des Verteidigers des Vaterlandes“, so nennt sich der dienstägige Feiertag in Russland, zurück zum Team-WM-Ort Togliatti, wo am Wochenende das letzte Rennen zur russischen Superliga auf dem Programm steht. Das wird auch der Saisonabschluss für Simon sein.