Erstellt am 22. Oktober 2015, 05:07

von Werner Grubeck

Wenn der Neffe gegen den Onkel.... Wenn St. Martin in samstags Raabs gastiert, coacht Lukas Meisner erstmals gegen Onkel Damir Grabovac.

Lukas Meisner  |  NOEN, privat

Raabs gegen St. Martin – diese Begegnung ist nicht nur ein wichtiges „Sechs-Punkte-Spiel“ für die beiden Nachzügler-Vereine, es ist auch das Aufeinandertreffen der beiden Trainer Lukas Meisner und Damir Grabovac, beide aus Zwettl und sogar eng verwandt. „Es ist schon eine besondere Konstellation. Bisher haben wir uns über die Stärken und Schwächen der Gegner ausgetauscht“, sagt Meisner, Trainer des SC St. Martin und Neffe von Grabovac. Die beiden treffen sich jede Woche zum Kaffeetratsch, wo Fußball natürlich das Thema Nummer eins ist.

Am Samstag stehen sie sich erstmals in der Coaching-Zone gegenüber – zumindest fast. Denn während der 45-jährige Grabovac als Spielertrainer bei den Raabsern fungiert, hat der um 20 Jahre jüngere Meisner nach drei Kreuzbandrissen die Fußballschuhe längst an den Nagel gehängt.

„Ich freue mich, wenn Luki gewinnt.
Nur gegen uns muss es nicht gerade sein.“
Damir Grabovac

„Ich freue mich, wenn Luki mit seiner Mannschaft gewinnt. Nur gegen uns muss es nicht gerade sein“, schmunzelt Damit Grabovac, der mit dem SC Hartl Haus dreimal Meister wurde und mit Raabs in zwei Jahren von der 2. Klasse in die Gebietsliga aufstieg.

Er ist vom Sieg seiner Mannschaft überzeugt. „Wir haben mehr Qualität, St. Martin hat in dieser Liga nichts verloren“, wird er deutlich. Meisner – erstmals Cheftrainer einer Kampfmannschaft – bringt diese Aussage nicht aus der Ruhe. Auch er erwartet drei Punkte, um sich den Gegner im Abstiegskampf ein wenig vom Leib zu halten. „Ich habe Raabs schon einige Male beobachtet. Sie haben bisher nur drei Tore geschossen, bei Standards sind sie gefährlich.“

Grabovac’ Rolle kennt Meisner ganz genau: „Er spielt den Ausputzer vor der Verteidigung. Wenn sie in Ballbesitz sind, spielt er offensiver. Bei Ballverlust überlässt er die Defensive einem Jüngeren, weil er nicht mehr so schnell ist.“

Die Ausgangslage vor dem Match ist klar. Beide Mannschaften haben erst einen Sieg auf dem Konto, St. Martin hat aber Raabs in der Tabelle überflügelt. Die Hausherren müssen Kapitän Stefan Hölzl (fünf gelbe Karten) ersetzen.