Erstellt am 18. November 2015, 06:53

von Michael Salzer

Nach drei Jahren: Obmann trat zurück. Gesundheitliche Gründe: Obmann Josef Zlabinger trat vor der Wahl zurück, Franz Glaser übernimmt vorerst.

Kippte am Edelhof vor Stress schon um: Josef Zlabinger.  |  NOEN, Michael Salzer

Paukenschlag in der Hauptgruppe Waldviertel! Nach nur drei Jahren im Amt legte Obmann Josef Zlabinger vier Monate vor der Vorstandsneuwahl seine Funktion zurück. Sein Stellvertreter Franz Glaser übernimmt die Führung der Hauptgruppe interimistisch.

Zlabinger begründete diesen Schritt mit der eigenen Gesundheit: „Der ganze Stress ist mir zu viel.“ Daneben ist er nämlich auch Obmann und Platzwart beim SC Zwettl und zudem Sportstadtrat der Braustadt.

Die Leitung der Hauptgruppe Waldviertel übernahm Josef Zlabinger im September 2012, nachdem der langjährige HG-Obmann Reinhard Litschauer Vizepräsident des NÖ-Fußballverbandes geworden war.

Nie um Ämter gerissen

„Ich habe mich nie um solche Ämter gerissen“, sagt Zlabinger unumwunden. „Aber ich habe es als meine Verpflichtung gesehen, weil mir der Fußball immer sehr viel gegeben hat. Ich wollte ihm etwas davon wieder zurückgeben.“

Am Ende ging es aber nicht mehr. „Bei den Spielen am Edelhof ist mir hin und wieder schon schwarz vor Augen geworden“, so Zlabinger, der auch im Job vor seinem Pensionsantritt noch einiges mehr zu tun hat: „Ich muss ja meinen Nachfolger ordentlich einschulen.“

Franz Glaser übernimmt interimistisch

Sein Nachfolger in der Hauptgruppe wird Obmann-Stellvertreter Franz Glaser. Der Dietmannser übernimmt diese Funktion interimistisch – auf Dauer will er sich die Führung der HG Waldviertel aber nicht aufhalsen. „Ich bin kein logischer Nachfolger“, stellt er im NÖN-Gespräch klar. „Auch bei mir geht es, aufgrund meiner privaten und beruflichen Situation, nicht zusammen.“

Wer sich also am 20. Februar bei der Generalversammlung der Hauptgruppe in Gastern der Vorstandsneuwahl stellt, ist noch völlig offen. „Im Jänner tagt der Wahlausschuss, dort wird ein Wahlvorschlag ausgearbeitet“, erklärt Glaser.

Zlabingers Abgang kann er nachvollziehen: „Wir verstehen, dass Josef leiser treten will. Wir alle werden ja bekanntlich nicht jünger, da sollte man schon auf seine Gesundheit achten.“