Erstellt am 29. September 2015, 09:59

von Maximilian Köpf

„Einfach schneller rennen geht nicht“. Neo-UBBC-Gmünd-Coach Peter Schmid über den Saisonstart, die Vorbereitung und den für Gmünd guten Liga-Modus.

Peter Schmid ist Spielertrainer des UBBC Gmünd. privat  |  NOEN, privat

Mit einem spielfreien, jedoch ereignisreichen Wochenende machte der UBBC Gmünd bei der Basketballer-Hochzeit vom in der Sommerpause zurückgetretenen All-Time-Punkterekordler Daniel Spazierer und Landesliga-Dame Barbara Staud noch einmal etwas für das Mannschaftsgefüge. Jetzt wird es aber wieder ernst. Bundesliga-Ableger St. Pölten II wartet in der ersten Landesliga-Runde am Freitag auf die Gmünder.

NÖN: Am Freitag geht’s wieder los – für Sie erstmals nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer. Schon daran gewöhnt?

Peter Schmid: So groß ist die Umstellung ja nicht. Ich kenne die Leute alle sehr gut, bis natürlich auf Zdenek Pixa. Ich muss mich eben mit Nicole (Ehefrau und Trainer-Partnerin, Anm.), die an der Linie steht, zusammenfinden. Das geht aber auch schon recht gut.

Sie haben den neuen Legionär angesprochen. Wie gut passt Zdenek Pixa zum UBBC Gmünd?

Schmid: Er passt spielerisch und menschlich sehr gut zu uns, hat in der Vorbereitung schon ganz gute Leistungen gezeigt, sich dann aber leider verletzt. Das letzte Testmatch in Enns hat er dann versäumt.

Dort gab‘s eine 65:82-Niederlage. Wie fällt sonst Ihr Fazit zur Saisonvorbereitung aus?

Schmid: Alle sind motiviert, das Trainingslager ist gut verlaufen und die Testspiele haben auch schon gut gepasst. Insgesamt hat es hingehaut. Eine Standortbestimmung ist aber noch schwer, vor allem da ja auch noch der Liga-Modus geändert wurde. Wir müssen abwarten, wie sich die Liga präsentiert.

Im neuen Modus werden Landesliga und 1. Klasse im Herbst zusammengelegt. Im Frühjahr werden im Play-off die Titel ausgespielt. Was halten Sie davon?

Schmid: Für uns ist es gut. Wir haben viele junge Spieler, für die es ganz gut ist, wenn sie nicht nur gegen Landesligisten spielen müssen, sondern auch vermeintlich leichtere Gegenspieler haben. Es ist aber schade, dass sich nicht genug Vereine für eine Landesliga finden. Ich weiß nicht, was da gerade mit dem Basketball passiert.

Sie wollten ihr spezielles Augenmerk auf die Offense und auf Grundlagen legen. Wie viel ist da weitergegangen?

Schmid: Zur Offense kommen wir erst, vorerst habe ich den Schwerpunkt auf die Verteidigung gesetzt. Wir wollen das Tempo erhöhen und haben viel an Grundlagen nachgeholt. Das ist unerlässlich, wenn man die Intensität erhöhen will. Zu sagen, ich renne jetzt einfach schneller, schnappe mir den Ball und hau‘ ihn rein, funktioniert leider nicht. Das ist eine Entwicklung und die geht nicht von heute auf morgen.

Auch wenn sie sich mit einer Standortbestimmung noch schwer tun, wohin soll‘s für den UBBC Gmünd gehen?

Schmid: Naja, die Liga wird im Frühjahr in der Mitte geteilt. Da wollen wir auf jeden Fall in der oberen Hälfte mitspielen – alleine schon, weil wir aus der Landesliga kommen. Gespannt bin ich, ob sich vielleicht der eine oder andere 1.-Klasse-Klub in den Kampf um den Landesliga-Meistertitel einmischt.