Erstellt am 06. April 2016, 06:54

von Petra Suchy

Bestzeit mit Hindernissen. Der Traum von der neuen Bestzeit – und dann fällt der Chip aus: Der Großpertholzer Christian Haslinger knackte endlich seine 2:50h-Debützeit aus 2010!

Musste im Ziel um seine Bestzeit kämpfen: Christian Haslinger.  |  NOEN, Petra Suchy

In Linz beginnt’s. Das trifft auch auf die heimische Marathon-Saison zu. Doch noch eher verhalten trauten sich die Waldviertler am Sonntag mengenmäßig in Oberösterreichs Landeshauptstadt auf die langen Distanzen. Umso erfreulicher lesen sich drei Marathon-Geschichten.

LTU-Waidhofen-Obmann Erich Scharf war zum dritten Mal als Pacemaker für die Richtzeit von 3:15 Stunden am Start. Bei fast optimalen Bedingungen landete auf die Sekunde genau dieselbe Zeit wie im Vorjahr: 3:14:44. Seine Vereinskollegin Carina Lauter gab sich ebenfalls auf der Königsdisziplin die Ehre. Die Vitiserin verbesserte ihre Marathon-Debützeit vom VCM 2015 (3:36) um zwei Minuten – auch wenn es uns die Ergebnisliste bis heute verschweigt.

x  |  NOEN, Linz Marathon/Klaus Mitterhauser

Freudestrahlend, erleichtert – und vorerst ebenfalls unbemerkt von der offiziellen Zeitnehmung – finishte der Großpertholzer Christian Haslinger. Nicht nur einmal hatte er sich das Ziel gesetzt, seine allererste Marathonzeit aus dem Jahr 2010 – als er damals einfach mal drauflos 2:50 std hingeblättert hatte – zu knacken. Nun gelang dem drahtigen Langstreckler das Kunststück – 2:49:06 und somit Rang 22!

Sohnemann Gilbert reklamierte die neue Bestzeit des Papas beim Zeitnehmer hinein, wodurch dieser es jetzt auch Schwarz auf Weiß hat: „Ein paar Sekunden haben auf die neue Bestmarke bislang immer gefehlt. Aber dieses Mal habe ich die Vorbereitung umgestellt und beim Marathon versucht, ein konstantes Tempo von Anfang bis Ende zu halten. Das ist mir nahezu perfekt geglückt.“

Gilbert selbst versuchte sich übrigens erstmals an der Halbdistanz – und dann auch gleich in beachtlichen 1:29min. Schnellster Waldviertler im Halbmarathon war Reinhard Helmreich (LT Gmünd) in 1:20, gefolgt von LTUler Günther Franz (1:26) und dem Gmünder Thomas Dumser (1:27). Waidhofens Herbert Schuh finishte in 1:29, Josef Filler, dem die Achillessehne zu schaffen machte, in 1:38.

Den richtig großen Erfolg gab‘s samstags bei den Kids: Beim Junior-Marathon im Gugl-Oval – mit 2.300 Startern restlos ausgebucht – lief die 8-jährige Amaliendorferin Cordula Dangl (LTU), der im Vorjahr nach dem ORF-Siegerinterview die Bestzeit aberkannt wurde, ihre 140 Konkurrentinnen in der Wertungsklasse „2008 weiblich“ in Grund und Boden – finishte über 450 m in 1:40 min klar als Erste.