Erstellt am 29. September 2015, 09:54

von Maximilian Köpf

Friedhof der Motoren. Drei Triebwerke brauchte Racer4Kids-Pilot Andy Fichtenbauer beim Finale seiner ersten, verkorksten AlpeAdria-Saison.

Die erste Saison in der höheren AlpeAdria-Wertung fiel für Andreas Fichtenbauer ziemlich durchwachsen aus. Wenn er ins Ziel kam, war der Charity-Racer immer vorne dabei. Allein – er finishte ungewöhnlich selten.  |  NOEN, privat

Mit ambitionierten Zielen war Andreas Fichtenbauer nach dem Meistertitel im Vorjahr in die neue Saison gestartet - jetzt wollte er die Staatsmeisterschaft aufmischen. „Ich will in die Top-5 Österreichs“, sagte er vor dem Saisonstart selbstbewusst.

Das ist gelungen. In der Gesamtwertung wurde er sogar Dritter. Und doch ist er zerknirscht. „Insgesamt ist die Saison zu enttäuschend verlaufen“, resümierte der Schremser Racer4Kids-Pilot. „Zuviele Probleme, unüblich viele Stürze und zu wenig Konstanz. Da wäre viel mehr drin gewesen.“ Vor allem nach dem Traumstart in die Saison mit Siegen auf dem Pannonia-Ring und zweiten Plätzen auf dem Hungaro-Ring – da stand für Andy Fichtenbauer sogar der Staatsmeistertitel im Raum des Möglichen. Zuletzt war er Gesamt-Zweiter.

Aber dann versagten ihm rund um das Saisonfinale auf dem Slovakia-Ring gleich zwei Motoren den Dienst. Der erste ging schon zwei Wochen vor dem Rennen bei einem Test in die Luft.

Nach den Motoren versagte das Getriebe

Dann – schon am Rennwochenende – ging alles schief: Erst ging der Ersatzmotor im freien Training in die Knie. „Glücklicherweise konnten mir Fans am Freitagabend einen weiteren Motor mitbringen“, stand Fichtenbauer eine Nachtschicht bevor. „Im Qualifying bin ich dann meine beste Runde auf dem Slovakia-Ring gefahren.“ Erste Startreihe.

Und dann verabschiedete sich das Getriebe im ersten Lauf – der zweite Platz in der Staatsmeisterschaft war futsch. Im zweiten Lauf sah Fichtenbauer trotz Abstimmungsproblemen das Ziel, konnte Rang zwei aber nicht mehr zurückholen – blieb Staatsmeisterschafts-Dritter.

Es bleibt eine erste AlpeAdria-Saison in der Andy Fichtenbauer viel Lehrgeld zahlen musste. „Ein großartige Erfahrung war es trotzdem. Danke auch allen Sponsoren, Freunden und meiner Freundin Sandra“, sagt Fichtenbauer, der noch nicht entschieden hat, ob der Charity-Fahrer auch die nächste Saison in der finanzaufwendigen AlpeAdria bestreiten wird.


Hintergrund

Andreas Fichtenbauer (Bild) aus Schrems fährt Motorradrennen für einen guten Zweck.

x  |  NOEN, privat
Staatsmeisterschaft, SST 600 Gesamt:

1. Jochen Rotter 246 Punkte

2. Raimund Söllinger 139

3. Andreas Fichtenbauer 131

4. Josef Engerisser 119

5. Christian Kreidl 94