Erstellt am 04. Mai 2016, 06:14

von Petra Suchy

Wunschziel erreicht. Christian Weissensteiner (49) träumte nach Krebs-Diagnose vom Marathon – und gab sein Debüt in 3:57. Noch vor einem Jahr hatte Christian Weissensteiner wahrlich andere Dinge im Kopf als seinen ersten Marathon.

Die Gmünder beim Salzburg-Marathon (v.li.): Armin Kollenz, Alexander Cibock, Marathon-Novize Christian Weissensteiner, Mentor Bernhard Bock und Franz Mürwald.  |  NOEN, privat

Noch vor einem Jahr hatte Christian Weissensteiner wahrlich andere Dinge im Kopf als seinen ersten Marathon. Nach seiner Krebs-OP im März, der Reha und einem langsamen Aufbauprozess reifte in dem Kopf des Hörmannsers aber der Gedanke von der Königsdisziplin. „Ich wollte mir beweisen, dass ich es schaffen kann!“

Umso größer dann die Freude, als der 49-jährige Obmann-Stellvertreter des LT Gmünd am Sonntag beim Salzburg-Marathon die magische 4-Stunden-Marke knackte (3:57). Als Mentor stellte sich wieder einmal Obmann Bernhard Bock zur Verfügung. „Viele Samstage wurden gemeinsam mit den Vereinskollegen für lange Läufe genutzt“, erinnert sich Weissensteiner. „Das war sicher ausschlaggebend für meine Ausdauer. Ein großer Dank an Bernhard, dass er mich unterstützt und begleitet hat!“

„Riesen-Freude“ macht Lust auf München

Am Marathontag selbst lief alles wie am Schnürchen – natürlich auch der Regen, wie sich das in Salzburg gehört – „Es war genial von Anfang bis zum Schluss. Keine Probleme, keine Verletzungen, einfach nur super“, strahlte auch Bock, der die nächste LT-Schar im Herbst beim München-Marathon anführen wird.

Die Halbdistanz absolvierten Franz Mürwald (1:33), Armin Kollenz (1:41) und Alex Ciboch (1:42).

Aus der Sicht des LC Waldviertel holten die LTU-Waidhofner die „Kohlen aus dem Feuer“: Elisabeth Reiter verpasste in 3:05 nur haarscharf ihre Marathon-Bestzeit, wurde als zehntschnellste Frau Altersklassen-Siegerin und holte somit W40-Gold in der Staatsmeisterschaft sowie W40-Silber in der NÖ-Meisterschaft.

Ihre LTU-Kollegen Rudi Cerny (3:03) und Erich Scharf (3:12) und Herbert Schuh (3:24) waren das zweitbeste NÖ-Team.