Erstellt am 19. Mai 2016, 05:04

von Petra Suchy

Schwächeln gilt nicht. Die Komfortzone verlassen, Teamspirit erfahren und Gutes tun – die Eckpfeiler von Stefan Schrenks Solo-Race sind gesteckt.

Dem Ruf der Landstraße folgten Mario Immervoll und Stefan Schrenk (v.li.) am vergangenen Wochenende in Grieskirchen: Die beiden Vitiser absolvierten ihren ersten gemeinsamen 24-Stunden-Radmarathon – ein Ausdauerabenteuer in 29 Runden und 623,5 Kilometern.privat  |  NOEN

Stefan Schrenk - Türen- und Stiegenproduzent in Vitis, Radrennfahrer aus Leidenschaft und überzeugter WaldviertlerHandwerker – ist grundsätzlich ehrgeizig.

2014 holte er an der Seite von Sportfreund Mario Immervoll Platz 3 beim „Race Around Austria“ (RAA), Europas härtestem Non-Stop-Race über 2.200km und 30.000 Höhenmeter. Im Vorjahr war er als Teamchef Teil des wundersamen RAA-Abenteuers der Alexandra Meixner (erste heimische Solo-Siegerin).

Für seinen diesjährigen Solostart beim RAA (ab 9. August) will der 35-Jährige aber noch für zusätzliche Motivation von außen sorgen: Für jeden Höhenmeter soll 1 Euro für wohltätige Zwecke gespendet werden.

„Für den, der den Glockner kauft, lassen wir uns
beim Rennen auch etwas Kreatives einfallen!“
Stefan Schrenk

Als Partner für seine Idee konnte Schrenk den Rotary Club Zwettl begeistern, der in ganz Österreich für die Aktion im Vorfeld und entlang der Strecke die Werbetrommel rührt. Jeder gespendete Euro kommt einem regionalen und einem nationalen Projekt zugute: dem Therapiezentrum für Kinder und Jugendliche in Grainbrunn (Bezirk Zwettl) und der Radsport-Sektion des Österreichischen Behindertenverbands.

Schrenk: „In Grainbrunn hab ich mich selbst von dem Therapieangebot für körperlich und geistig beeinträchtigte Kinder überzeugen können – drei bis vier tägliche Einheiten, das ist fast wie im Profisport.“

Seit einigen Tagen bewirbt das Schrenk-Sportteam die Aktion über den Videokanal Youtube, eine eigene Website mit der Möglichkeit, auch anonyme Spenden ab 10 Euro abzugeben, folgt demnächst.

Die Spender werden natürlich laufend über den Rennverlauf informiert; wer ganz tief in die Taschen greift, und, sagen wir einmal, den Großglockner mit seinen 1.002 Höhenmetern kauft, den erwartet auch kreative Werbung entlang der Strecke.