Erstellt am 22. September 2015, 09:46

von Maximilian Köpf

Tauber wieder Meister. Neben Arbeit und Baustelle krönte sich Martin Tauber beim Saisonfinale in Melk zum Quad-Staatsmeister.

Ein großes Fest wurde das Supermoto-Finalwochenende am Wachauring in Melk. Neben dem Dietweiser Quad-Staatsmeister Martin Tauber zeigten sieben Supermoto-Fahrer des MSC Altmanns dort auf zwei Rädern auf.  |  NOEN, privat

Das Arbeitspensum, das Martin Tauber an den Tag legt, ist mehr als beachtlich. Die Baustelle an seinem „Motorfun B30“ in Heidenreichstein fordert ihn voll, dazu muss er sein Geschäft in Dietweis betreiben und so ganz nebenbei krönte er sich am Wochenende in Melk auch noch zum Quad-Staatsmeister.

Beim Saisonfinale ging’s ganz schön eng zur Sache. Nach dem Qualifying musste sich Tauber mit Startplatz drei zufrieden geben – hinter Dauer-Konkurrent Karl-Heinz Matzinger und Norbert Thaler. „Der arbeitet in der Entwicklungsabteilung bei KTM, sitzt täglich stundenlang auf dem Motorrad“, so Tauber.

Aber im Rennen kann viel passieren. Wegen eines Frühstarts Matzingers erbte Tauber im ersten Lauf Rang zwei. Im zweiten Lauf ließ er Matzinger gleich am Start hinter sich und machte Jagd auf Thaler, der wegen eines Drehers unfreiwillig Tauber den ersten Platz überließ – der Weg war frei für den Tages- und Gesamtsieg. „Aber Andi Weißkirchner ist mir am Heck gepickt, hat nicht nachgelassen“, so Tauber.

Peichl in Melk knapp am Stockerl vorbei

Der Tageszweite fährt auf demselben Material wie Tauber, einer 450er Yamaha auf die der Dietweiser umsattelte, nachdem ihn die Aprilia im Vorjahr zu oft im Stich gelassen hatte. „Der Umstieg hat sich absolut ausgezahlt“, tätschelte Tauber seine Yamaha. „Der Motor hat die ganze Saison gehalten. Und er geht auch gut. Das restliche Feld fährt 560er-Maschinen und ist trotzdem hinter mir.“

Neben Tauber war auch der MSC Altmanns mit sieben Piloten in Melk am Start. Daniel Peichl fixierte dabei in der Semi-Pro-Klasse den vierten Gesamtrang. Klaus Mader schraubte sich mit einem dritten Tagesplatz noch auf den sechsten Gesamtrang nach vor. Ebenfalls in der Semi-Pro-Klasse ließen Andreas Koller (16.), Rene Kruisz (18.) und Alexander Nöbauer (23.) aufhorchen. Bei den Ü38-Piloten schnappten sich Christian und Josef Böhm den elften und 18. Platz.

Bis Mai 2016 sind die Supermoto-Triebwerke jetzt einmal ruhig. Dann startet Martin Tauber das Projekt Titelverteidigung, auf das er sich dann wieder besser konzentrieren können will. Die B30-Baustelle will er noch heuer abschließen. Und dann an der Fitness arbeiten: „Weißkirchner fährt die gleiche Maschine wie ich, ist aber um 15 Kilo leichter.“


Quad-Staatsmeisterschaft

1. Martin Tauber 235 Punkte

2. Andreas Weißkirchner 204

3. Joachim Traun 158

4. Karl-Heinz Matzinger 131

5. Christian Buchner 85

6. Matthias Fuchs 72

7. Kevin Modl 32

8. Ronald Friedl 16

Semi-Pro Gesamt:

1. Michal Solik (SLK) 213

2. Sebastian Außerwöger 197

3. Martin Bauer 136

4. Daniel Peichl 135

4. Michael Haubenwallner 135

6. Klaus Mader 132