Erstellt am 01. Juni 2016, 06:45

von Petra Suchy

Eine Tortur auf 13km. Hitzeschlacht auf der Half-Ironman-Distanz in Linz – Elisabeth Reiters Bilanz nach Sturz: ein blutendes Knie, ein Bänderriss.

Klaffende Kniewunde und lädierte Bänder im Knöchel – Elisabeth Reiter quälte sich in Linz ins Ziel.  |  NOEN, Petra Suchy

Drückend-schwüles Wetter auf der anspruchsvollen Strecke rund um den Pleschinger See – auf die erstmals rund 1.200 Starter beim Linz-Triathlon wartete am Samstag wahrlich eine harte Herausforderung. Nicht zuletzt auf drei wackere LTU-Athleten, die sich auf der Halb-Ironman-Distanz (1,9/90/21,1km) beweisen wollten.

Mit seiner Zeit von 4:57 Stunden qualifizierte sich auch Gregor Holzinger (AK 30-39) für die im Oktober in Walchsee-Kaiserwinkel ausgetragene Triathlon-EM. „Dass ich einmal in den Genuss komme würde, mir das Nationaltrikot überzuziehen, hätte ich nie gedacht“, freute sich der Waidhofner, vor allem auch deshalb, weil er bei der Hitzeschlacht im Halbmarathon sehr gelitten hatte.

„Aufgeben? Nur wenn ich bewusstlos bin“

Ebenfalls am Start waren die bereits für die EM qualifizierten Rudi Langsteiner und Elisabeth Reiter. Der Dobersberger wurde in 5:05 Stunden Sechster unter den Finishern der AK50-59.

Erleichtert, wenn auch nicht zum Lachen zumute war der einzigen LTU-Lady: Sie überknöchelte bei Kilometer 8 mit dem rechten Fuß, stürzte und fiel voll aufs linke Knie. „Somit musste ich noch 13km mit klaffender Kniewunde und einer Bänderzerrung am rechten Knöchel fertiglaufen“, berichtete die Urologin aus Vitis. Ans Aufgeben hat sie nicht gedacht. „Aufhören ist für mich niemals eine Option. Da müsste ich schon bewusstlos liegen bleiben. Jetzt brauche ich aber eine Pause.“ Zum Litschauer Eisenmann (30. Juli) will sie wieder fit sein.