Erstellt am 14. April 2016, 14:26

Unsere Helden beim Wien-Marathon. Das größte Sport-Event Österreichs und viele kleine Erfolge für die Sportler aus dem Bezirk Gmünd.

 |  NOEN, Petra Suchy
Frische 8 Grad beim Start und kalter Gegenwind auf vielen Teilen der Strecke, dafür aber trocken – so präsentierte sich der 33. Vienna City Marathon am 10. April. Mehr als 33.000 Teilnehmer alleine in den Erwachsenenbewerben liefen heuer erstmals beim Rathausplatz ins Ziel ein. Die Streckenrekorde waren ob der äußeren Bedingungen nicht gefährdet.

Das Waldviertler Feld im Marathon führte Bernhard Höllrigl (LTU Waidhofen), der hier vor 6 Jahren bereits 2:41 gelaufen war, in 2:56 Stunden an. Die magische 3-Stunden-Schallmauer verpasste indes „Marathon-Weltenbummler“ Günter Hirsch: Der gebürtige Waidhofner lief nach etwas zu giftiger erster Hälfte (1:27) – als ihn seine Uhr im Stich ließ – nach 3:03 im Ziel ein. „Die Zeit ist mir in meinem Alter nicht mehr so wichtig“, sagt Hirsch, der seine Bestmarke noch im vorigen Jahrhundert auf Wiener Terrain mit 2:39 Stunden hingelegt hatte. „Es ist für jeden ein Geschenk, einen Marathon überhaupt zu schaffen!“

Schremser ÖVP-Klub stark vertreten

Einer von wenigen Läufern mit negativem Split war Gerhard Reiterer – die zweite Hälfte schaffte der Echsenbacher im LTU-Dress um 17 Sekunden schneller als die erste und finishte in 3:09 und damit in neuer persönlicher Bestzeit. „Super, dass er das Risiko genommen hat und dafür belohnt wurde“, gratulierte LTU-Obmann Erich Scharf. Das Feld der LT-Gmünd-Läufer führte NÖN-Redaktionsleiter Markus Lohninger an, der seine Vorjahreszeit etwas unterbot (3:16 Stunden).

Gleich um 7 Minuten schneller als 2015 war Vereinskollegin Martina Diesner-Wais, die die 42,2km neuerlich Seite an Seite mit LT-Gmünd-Obmann Bernhard Bock absolvierte. Ihre beachtliche neue Bestmarke liegt nun bei 3:40 Stunden. Diesner-Wais: „Ich wollte so laufen, dass es mir auch noch auf den letzten 7km Spaß macht. Es war wieder ein tolles Feeling – wenn du die Reichsbrücke überquerst oder den Ring entlangläufst sind das einfach besondere Momente.“

Die Schremser ÖVP-Stadträtin und Nationalratsabgeordnete führte übrigens die wohl sportlichste Gemeinderatsfraktion des Waldviertels an: Stadtratskollege David Süß (zugleich Waldviertel-Obmann der Jungen VP) lief für die Österreichische Jungbauernschaft im Staffelbewerb, der Schremser Junggemeinderat und JVP-Bezirksobmann Michael Meindl blieb bei seinem Halbmarathon-Debüt unter 2 Stunden. Noch knapp vor ihm finishte Roland Wallner – seit wenigen Tagen „Altbürgermeister“ der ÖVP in Hoheneich mit 1:57.

Die schnellsten Waldviertler standen da freilich schon unter der Dusche. Jürgen Hable (ULC Horn) blieb mit 1:13 Stunden haarscharf hinter W4-Cupsieger Philipp Gintenstorfer und verbesserte als Gesamtzehnter (!) von 13.000 Halbmarathon-Finishern seine Vorjahresbestmarke.

Waldviertler Beteilung am Staffel-Erfolg

Schnellster Gmünder auf der Halbdistanz war Klaus Becker, der aufgrund des Winds zwar einiges Tempo rausnehmen musste, in 1:22 aber unter seiner Vorjahreszeit blieb. Eine neue persönliche Bestzeit ging sich aber nicht aus. Hermann Weixlbraun (LT Gmünd) durfte hingegen mit Jubelpose finishen – er pulverisierte seine Bestmarke um 1:45 Minuten (Endzeit 1:23.04 – die 5 Sekunden für 1:22 wären auch noch drin gewesen, meinte er im Ziel). 3 Minuten später folgte Vereinskollege Paul Wagesreither, der sein hohes Anfangstempo nicht ganz halten konnte. 3,5 Minuten nach ihm überquerte die Ziellinie dann Mario Gerstbauer (1:28).

Der LT-Gmünder Tobias Schmied finishte in 1:30. Der Litschauer Peter Hammerschmidt legte nach den ersten 5 Kilometern mächtig zu und blieb mit 1:32 fast eine Viertelstunde unter seiner Vorjahreszeit. Schnellste LT-Gmünd-Vertreterin war – nach relativ konstantem Rennen – Gabi Scherzer in 1:38.

Einen Waldviertler Teilerfolg gab es auch im Staffel-Marathon: Unter 3.500 Viererteams landete die im ÖAMTC-Staffel um Spitzenläufer Marius Bock und den mehrfachen Staatsmeister im Gehen Franz Kropik aus Bad Großpertholz wie schon 2015 am sechsten Rang (2:37 Stunden).

Ergebnisse:

Marathon (42,2km)
1. Robert Chemosin (KEN) 2:09.48, ..., 194. Bernhard Höllrigl 2:56.37, ..., 353. Günter Hirsch 3:03.16, ..., 498. Gerhard Reiterer 3:09.16, .... 746. Markus Lohninger 3:16.23, ..., 1362. Matthias Bäuchl 3:28.49, ..., 1557. Hans-Jürgen Fanter 3:31.05, ..., 2054. Franz Mürwald 3:39.39, ..., 2098. Bernhard Bock 3:40.16, 2099. Martina Diesner-Wais 3:40.16, ..., 2540. Siegfried Reiter 3:47.13, ..., 2802. Armin Kollenz 3:51.00, ..., 2817. Georg Prinz 3:51.16, ..., 3076. Wolfgang Bruckner 3:54.20, ..., 3084. Peter Hofbauer 3:54.29, ..., 3304. Andreas Gruber 3:56.48, ..., 3569. Andreas Altrichter 3:59.54, ..., 3960. Sandra Lebersorger 4:06.07, ..., 4308. Jürgen Zeiler 4:11.15, ..., 4983. Ulrike Katzenschlager 4:24.30, ..., 5645. Klaus Schönsgibl 4:42.49.
 
Halbmarathon (21,1km)
1. Alexandru Corneschi (ROM) 1:07.00, ..., 109. Klaus Becker 1:22.02, ..., 135. Hermann Weixlbraun 1:23.04, ..., 245. Paul Wagesreither 1:26.20, ..., 379. Mario Gerstbauer 1:28.59, ..., 454. Tobias Schmied 1:30.04, ..., 564. Peter Hammerschmidt 1:32.12, ..., 590. Jochen Stanek 1:32.36, ..., 718. Markus Mantsch 1:34.06, ..., 778. Reinhard Kargl 1:34.43, ..., 968. Helmut Riedl 1:36.29, ..., 1200. Gabriela Scherzer 1:38.17, ..., 1255. Peter Weisgram 1:38.41, ..., 1317. Christian Benesch 1:39.01, ..., 1492. Wolfgang Mayer 1:40.13, ..., 1532. Andreas Lackner 1:40.28, ..., 2708. Franz Bauer 1:46.27, ..., 2856. Alfred Braunsteiner 1:47.03, ..., 2883. Grant Thomson 1:47.11, ..., 2893. Lukas Liebhart 1:47.14, ..., 3137. Christian Weissensteiner 1:48.19, ..., 3174. Daniel Scharf 1:48.34, ..., 3280. Othmar Scherzer 1:49.07, ..., 3525. David Kolm 1:50.08, ..., 3808. Rafael Friedl 1:51.25, ..., 3982. Michaela Wittmann 1:52.07, ..., 4103. Alexander Lauscher 1:52.35, ..., 4129. Michael Weiss 1:52.45, ..., 4205. Peter Nowak 1:53.04, ..., 4290. Mario Hahn 1:53.21, ..., 4652. Florian Layer 1:54.36, ..., 4667. Gerhard Schindl 1:54.39, ..., 5191. Georg Molzer 1:56.23, ..., 5452. Roland Wallner 1:57.12, ..., 5517. Rudolf Weber 1:57.23, ..., 5936. Andreas Winter 1:58.37, ..., 6294. Michael Meindl 1:59.40, ..., 7219. Carina Müller 2:02.46, ..., 7846. Markus Weber 2:05.06, ..., 8109. Claudia Spitaler 2:06.10, ..., 8252. Gerhard Kösner 2:06.48, ..., 8254. Sabina Bacher 2:06.49, ..., 8257. Andrea Kargl 2:06.50, ..., 8319. Herbert Weißenböck 2:07.05, ..., 8607. Günther Schuhmacher 2:08.23, ..., 9597. Maria Widhalm 2:12.41, ..., 9601. Jutta Garschall 2:12.42, ..., 10033. Angelika Altmann-Haumer 2:14.45, ..., 10261. Karlheinz Schmidt 2:15.58, ..., 11068. Sabine Schwingenschlögl 2:21.03, ..., 11234. Gabriela Kösner 2:22.12, ..., 11241. Günter Armberger 2:22.14, ..., 11620. Herbert Pfeiffer 2:25.25.

Alle Ergebnisse unter www.pentek-timing.at