Erstellt am 17. Mai 2017, 03:36

von Maximilian Köpf

Am Fuße der Mauer. Die Braustädter haben sich wieder zur fixen Größe entwickelt. Dafür jetzt wurde ein Zubau am Vereinshaus nötig.

Direkt am Fuß der Stadtmauer der ältesten Braustadt der Welt hat sich der UTC Weitra (im Bild: Präsident-Stellvertreter Jochen Dehn, Sportwart Erwin Mayerhofer und Präsident Peter Poiss) ein kleines Schmuckstückchen geschaffen.  |  Maximilian Köpf

Es tut sich wieder ‘was beim UTC Weitra! Nachdem die Vereinsleitung vor etlichen Jahren noch überlegt hatte, gar keine Mannschaft für die Meisterschaft zu stellen, denkt daran heute niemand mehr. „Wir haben in den vergangenen Jahren viel Aufbauarbeit betrieben“, erzählt Peter Poiss, Präsident des 100-Mitglieder-Klubs. „Das war harte Arbeit, aber es hat sich wirklich ausgezahlt.“

13 Erwachsenen- und Nachwuchsteams spielen heute unter UTC-Flagge. So viele wie schon lange nicht mehr. Daher wurde es auch im Klubheim, das in den 1980er-Jahren aus Teilen eines alten Stadels aufgebaut wurde, zu eng. Das wurde ursprünglich zwar mit zwei Umkleidekabinen erbaut. Da es aber immer weniger Spieler gab, wurde die zweite Garderobe zur Küche und Kantine umfunktioniert.

„Da wir aber wieder immer mehr Spieler dazugewonnen haben, wurde es in der einen Kabine irgendwann zu eng“, sagt Poiss. Also musste wieder eine zweite her. Vergangenes Jahr wurde mit Reaktivierung der zweiten Kabine begonnen.

W4-Circuit kommt wieder nach Weitra

Davon ausgehend wurde gleich das komplette Klubheim adaptiert. Der bestehende Abstellraum wurde zur Kantine umgemodelt. Und schließlich wurde ein neuer Abstellraum ans Vereinsheim angebaut. Der massive Zubau ist rund 28m2 groß, komplett mit Holz verkleidet und mit Flachdach versehen. Über die Investitionssumme lässt der UTC nichts nach außen dringen. „Es ist aber sehr viel in Eigenleistung passiert. Die Mitglieder haben viele Stunden investiert“, erzählt Poiss. „Teilweise haben auch Firmen nichts verrechnet…“

Fertiggestellt soll der Zubau in den kommenden Wochen werden. „Bis Saisonende wollen wir das Projekt beendet haben“, sagt Poiss. Die auffälligsten ausständigen Arbeiten: das Klub-Logo an der Außenwand und die Türverkleidung mit Holz. Innen fehlen noch ein paar Möbel.

Dann haben die Braustädter wieder einen großen Brocken ihrer Infrastruktur-Modernisierungen der vergangenen sieben Jahre abgeschlossen…

… und damit die Bedingungen für die Nachwuchsspieler weiter verbessert. Auf die Jugendarbeit legt der UTC Weitra nämlich großen Wert. Die Schnupperwochen im Sommer werden seit bald 20 Jahren angeboten. Seit 2007 wird das Ferienprogramm von Sportwart Erwin Mayerhofer organisiert: „Viele Kinder, die bei uns ihre ersten Schritte im Tennis machen, steigen in den Verein ein.“ Das wurde beim NÖN-Lokalaugenschein offensichtlich, bei dem gerade ein U10-Turnier gegen Waldenstein im vollen Gange war. Und das schlägt sich auch in Zahlen nieder. Sieben Nachwuchsteams mit etwa 40 Kids spielen derzeit für den UTC.

Jedes Jahr ein Highlight ist das Nachwuchsturnier zum W4-Circuit, das heuer von 28. bis 30. Juli gespielt wird.