Erstellt am 25. November 2015, 03:23

Wagner in Zeitnot. Litschaus Stefan Wagner verkalkulierte sich am Spitzenbrett und verspielte damit die Cup-Titelverteidigung der Schrammelstädter.

 |  NOEN, zVg

Waldviertel-Cup, Finale

Nichts für schwache Nerven war das Waldviertler Cupfinale in Waidhofen zwischen Titelverteidiger Litschau/Eisgarn und Waidhofen. Dabei musste am Ende Favorit Litschau die Segel streichen.

Die Schrammelstädter traten in voller Stärke mit dem Nationalen Meister Stefan Wagner, Jiri Plasil, Oldrich Popelka und Patrick Schuh an. Die Waidhofner waren ersatzgeschwächt.

Der erste Akt lief noch programmgemäß ab. Popelka ließ Wolfgang Orsario auf dem dritten Brett keine Chance und gewann schon nach kurzer Zeit.

Doch schon im zweiten Akt bahnte sich die erste Sensation an. Der Waidhofner Friedrich Pekny verwickelte Plasil am zweiten Brett in einen Abwehrkampf. Der Litschauer konnte sich daraus nicht befreien, Pekny glich für Waidhofen aus.

Weiterhin in Hochform agierte hingegen Patrick Schuh auf dem vierten Brett. Der Schrammelstädter Nachwuchsspieler nahm Altmeister Gerhard Illner im Mittelspiel die Qualität ab, schlussendlich eine ganze Figur und spielte die Partie sicher zu Ende. Litschau/Eisgarn war wieder vorne. Die Entscheidung fiel also in der letzten Partie.

Der Top-Mann des Titelverteidigers, Stefan Wagner, traf dort auf Waidhofens Besten, Markus Dietrich. Beide Spieler verbrauchten bereits bis zum Mittelspiel fast ihre ganze Bedenkzeit und so entwickelte sich für die letzten 20 Züge ein wahrer Zeitnot-Krimi. Wagner brauchte zumindest ein Remis für den Cupsieg. Die Sekunden verstrichen. Wagner verkalkulierte sich, verlor die Partie und Waidhofen holte sich mit dem 2:2 überraschend den Pokalsieg. Die Siege auf den vorderen Brettern zählen bei Punktegleichheit mehr.

W4 Schülermeisterschaft

Sechzehn Mädchen und Burschen traten in Litschau an, um den Waldviertler Schülermeister zu ermitteln. Titelverteidiger Stefan Ringl aus Groß Siegharts gab sich keine Blöße, gewann alle fünf Partien sicher und verteidigte damit seinen Vorjahrestitel.

Klubkollege Julian Flicker eroberte mit vier Zählern den Vizemeistertitel. Der dritte Platz ging mit 3,5 Punkten mit Gerald Goigitzer an die Hausherren Litschau/Eisgarn.