Erstellt am 03. August 2016, 04:50

von Christopher Eckl und Michael Salzer

Birngruber siegte klar, Kumhofer knapp. Salzburger holte sich Mitteldistanz-Titel. Alex Frühwirth schnappte sich Bronze, wurde bester Waldviertler.

Bei der Mitteldistanz-Staatsmeisterschaft in Litschau stieg der 47-jährige Alex Frühwirth (47) sensationell als Erster aus dem Wasser. 84 Rad- und 21 Lauf-Kilometer später holte er Bronze, kürte sich damit zum ältesten Edelmetall-Gewinner in der heimischen Triathlon-Historie.  |  Michael Salzer

Im Rahmen der elften Auflage des „Waldviertler Eisenmann“ (WEM) in Litschau wurde die Österreichischen Staatsmeisterschaften über die Mitteldistanz (2,3 km Schwimmen, 84 km Radfahren, 20 km Laufen) ausgetragen.

Weil Thomas Steger, vor einem Jahr Sieger mit Streckenrekord, wegen einer Knieverletzung kurzfristig absagen musste, war der Weg frei für Christian Birngruber: Der Salzburger eroberte souverän seinen dritten Staatsmeister-Titel, den ersten auf dieser Distanz. Wesentlich spannender verlief der Kampf um Rang eins im Damenbewerb: Simone Kumhofer (TV Zell am See) holte, trotz Zeitstrafe, mit der Gesamtzeit von 4:52:27 Stunden ihren ersten Titel. Lisi Gruber (SU Tri Styria) holte in der Schlussphase mächtig auf, folgte mit nur 25 Sekunden Rückstand.

Triathlon-Geschichte hat in Litschau ein Waldviertler geschrieben. Der ewig junge „Iron Alex“ Frühwirth drehte das Rad der Zeit gekonnt zurück, holte sich mit seinen 47 Lenzen Staatsmeisterschafts-Bronze. Damit krönte er sich zum ältesten Medaillengewinner in der heimischen Triathlon-Historie. „Sensationell! Das ist sicher einer meiner größten Erfolge in den letzten Jahren“, sprudelte es aus Frühwirth nach dem Rennen heraus.

Den Herrensee als Erster verlassen

Den Grundstein für seine tolle Leistung legte die Ausdauersport-Kanone aus Kirchberg/Wild beim Schwimmen im Litschauer Herrensee. Die 2,3 Kilometer bewältigte er in tollen 29:12 Minuten und stieg damit als erster Mann aus dem Wasser. Gleich hinter ihm lauerten Stefan Hehenwarter und Christian Birngruber – das spätere Siegertrio formierte sich also früh.

Am Rad zogen Birngruber und Hehenwarter dann davon, ehe sich Erstgenannter endgültig absetzte und der gesamten Konkurrenz enteilte. „Ich habe Hehenwarter dann noch eingeholt, der hat mich aber später stehen lassen“, erklärte Frühwirth.

Als Dritter ging es also für den „Iron Alex“ auf den abschließenden Halbmarathon. Weil er sich seine Körner gut eingeteilt hatte, erzielte er auf der sehr anspruchsvollen, weil hügeligen, Laufstrecke die drittschnellste Zeit (1:33:27 Stunden) und ließ Sebastian Czerny hinter sich. Nicht unwichtig, denn Czerny war der Hauptrivale im Kampf um den dritten Platz am Stockerl und im Rennen um die NÖ-Landeskrone.

Mit der Gesamtzeit von 4:28:49 Stunden sicherte sich Frühwirth beides. Und machte dem WEM-Veranstalterteam um Chef-Organisator Alexander Kolar danach große Hoffnungen auf eine Rückkehr im nächsten Jahr. „Wenn‘s in meine Wettkampfplanung passt, bin ich dabei. Es ist ein schöner Bewerb in der Nähe. Die Staatsmeisterschaften haben zu Recht heuer hier stattgefunden.“