Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:03

von Maximilian Köpf

„Wir sind Europa-Meister!“. Unzählige Fans, etliche Wegbegleiter und hohe Ehren beim Empfang Stefan Fegerls in der Heimat.

Für die Gäste gab's Geschenke: TTC-Obmann Rudolf Schwingenschlögl, Bürgermeister Johann Weissenbök, Abgeordneter Johann Hofbauer, Werner Schlager mit Lebensgefährtin Bettina Müller, ÖTTV-Generalsekretär Rudolf Sporrer, Stefan Fegerl mit Gattin Li Qiangbing, Daniel Schulner, ÖTTV-Präsident Johann Friedinger und Martin Fegerl.  |  NOEN

Als er vor wenigen Wochen in der Volksschule Großdietmanns vorbeikam, schaute er dem Nachwuchs beim Training zu und zeigte den Youngsters einige Tricks und Kniffe.

Diesen Sonntag waren sie aber alle gekommen, um Stefan Fegerl zuzujubeln und zu ehren. Der zweifache Europameister wurde im riesigen Rahmen in der Heimat empfangen.

Diesen „ganz ganz großen, diesen besonderen Tag“ eröffnete TTC-Großdietmanns-Obmann Rudolf Schwingenschlögl mit einem Streifzug durch die Karriere des Stefan Fegerl. Dann holte er den zweifachen Europameister unter tosendem Applaus in die bis auf den letzten Winkel gefüllten Volksschul-Turnhalle.

Stefan Fegerl zeigte sich gerührt von diesem herzlichen Empfang, der auch seine Grippe, wegen der er am Freitag SG Weinviertel NÖ gegen Grudziadz bei der 0:3-Pleite kaum helfen konnte, vergessen machte. „Dass so viele gekommen sind…“, sagte er im Interview mit Schwingenschlögl – und sprach auch das immense Medieninteresse nach seinen jüngsten Erfolgen an. „Das ist vergleichbar mit 2003, als Werner Weltmeister wurde.“

„Werner“ ist Werner Schlager, und der war auch nach Dietmanns gekommen. Was er Fegerl noch zutraue, wollte Schwingenschlögl wissen. „Bei der WM nach ganz vorne ist schwierig wegen der Chinesen… Obwohl – er ist ja schon ein halber“, grinste Schlager.

Und dann wurde es offiziell. Bürgermeister Johann Weissenbök sprach von einem Traum, der wahrgeworden ist: „Wer hätte gedacht, dass ein Dietmannser, ein Unterlembäcker einmal Europameister wird.“ Abgeordneter Johann Hofbauer: „Eigentlich unglaublich, was wir erleben dürfen.“

Als letzter Redner zeigte sich auch ÖTTV-Präsident Johann Friedinger gerührt – weil ihm Rudi Schwingenschlögl einen TTC-Schal um den Hals hängte (Friedinger ist bekannt dafür, bei öffentlichen Auftritten stets einen Österreich-Schal zu tragen). „Tischtennis ist der schönste Sport der Welt“, begann er. „Werner hat Österreich in die Welt getragen. Jetzt ist Stefan drauf und dran, in seine Fußstapfen zu treten. Er ist schon ein großer Sohn des großartigen TTC Großdietmanns und ist auf dem besten Weg zum großen Sohn Österreichs.“

Beim abschließenden Jux-Match samt Show-Einlagen gegen Schlager „gewann“ Fegerl in drei Sätzen.

Danach brach eine Welle an Autogramm- und Fotowünschen über die beiden herein. Diese einzigartige Stimmung, diese ehrliche Freude machte klar, dass Rudi Schwingenschlögls Sager keine Phrase war: „Wir sind Europameister!“