Erstellt am 10. Mai 2016, 03:24

von Ingrid Vogl

Biberbach siegte im Abstiegsduell. Aufsteiger setzt sich im Derby gegen Ardagger durch. Waidhofen unterliegt knapp bei Landesliga A-Premiere.

Auf der Reise. Ardaggers Lukas Lindenhofer hatte im Derby gegen Biberbach viel Laufarbeit zu verrichten, setzte sich gegen den Mannschaftsführer der Gastgeber aber in zwei knappen Sätzen durch. Foto: Vogl  |  NOEN, Ingrid Vogl

LANDESLIGA A

DEUTSCH WAGRAM - WAIDHOFEN 5:4. Die Ybbstaler feierten ihre Premiere in der höchsten niederösterreichischen Spielklasse und schlugen sich dabei beachtlich. „Für die erste Partie in der Landesliga A ist das okay. Wir sind nicht tieftraurig über das 4:5“, erklärte Mannschaftsführer Simon Schörghofer. Er gab aber auch zu bedenken: „Wenn man auf eins und zwei gewinnt, dann muss man normalerweise die Partie nach Hause spielen.“

Der erst 17-jährige Neuzugang Gregor Ramskogler und Lukas Sieghartsleitner holten nämlich mit starken Leistungen die Waidhofner Punkte in den Einzeln. Simon Schörghofer und Simon Hinterplattner ließen hingegen gute Chancen auf weitere Zähler aus. „Einer von uns zwei muss gewinnen“, gab sich Schörghofer selbstkritisch.

Der Plan, das bestmögliche Dreierdoppel aufzustellen, um nach dem 2:4-Zwischenstand einen Punkt zu holen, ging dann mehr als auf. Die Waidhofner entschieden zwei Doppel für sich. „Ich glaube, dass wir auch in dieser Liga gut dabei sind“, gehen Schörghofer und seine Teamkollegen mit viel Optimismus in die kommenden Partien.

LANDESLIGA B

NEUNKIRCHEN - HAUSMENING 8:1. „Wir haben nicht mit viel gerechnet, aber auf einen Punkt gehofft“, fasste Stefan Krimm die Erwartungen zusammen, mit denen Aufsteiger Hausmening in diese Partie ging. Das 0:6 nach den Einzeln traf die Mostviertler dann aber dennoch hart. Chancen auf Punkte in den Singles wären gegen das mit drei Legionären angetretene Neunkirchner Team nämlich schon vorhanden gewesen. So vergab Hannes Lesiak zwei Matchbälle, Josef Schwingshackl und Peter Handlgruber mussten sich auch erst im dritten Satz geschlagen geben.

In den Doppeln gingen dann zwei Begegnungen ins Championstiebreak, das bessere Ende für sich hatten die Hausmeninger dabei nur in einer. Sehr zum Leidwesen von Stefan Krimm: „Neunkirchen war für uns zu stark, aber einen Punkt hätten wir uns definitiv verdient gehabt.“

WR. NEUSTADT - ST. VALENTIN 4:5. In St. Valentin setzt man heuer auf die Jugend. So holte man mit Simon Traxler die Nummer fünf der österreichischen U16-Rangliste ins Boot und gibt auch dem erst 14-jährigen Johannes Prammer die Chance, sich in der Landesliga B zu bewähren. Und die beiden Youngsters bestätigten in dieser Partie, dass man zurecht mit ihnen plant. Traxler punktete ebenso wie Thomas Holzmann und Stephan Tumphart im Einzel, im Doppel schlugen Traxler und Prammer dann gemeinsam zu. „Wir haben die zwei Jungen spielen lassen und sie haben souverän gewonnen“, freute sich Mannschaftsführer Yannik Leitner über das Debüt der beiden Neuzugänge.

Einen eventuell möglichen höheren Sieg verhinderten Krämpfe bei Alexander Bräuer. Er musste deshalb den dritten Satz im Einzel abschreiben und war auch im Doppel keineswegs fit.

KREMS-MITTERAU - AMSTETTEN I. Die Amstettner starteten kampflos in die Saison. Nachdem die Kremser ihre Mannschaft Ende Jänner zurückzogen, greifen die Mostviertler erst am Wochenende nach Pfingsten in die Meisterschaft ein.

LANDESLIGA C

JUDENAU - ALLHARTSBERG 5:4. Im Team der Allhartsberger kämpfte man mit gesundheitlichen Problemen. Ondrej Babala, die Nummer eins der Mostviertler, war durch einen eingeklemmten Nerv im Schulterbereich schwerstens gehandicapt. Der Slowake machte im Einzel und Doppel insgesamt nur ein Game. Hannes Hörndler war krankheitsbedingt noch angeschlagen. Dass er sich im Einzel in einen dritten Satz kämpfen konnte, war schon eine gute Leistung.

So lag es an den restlichen fitten Spielern, die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Mehr als ein 3:3 nach den Einzeln und ein 4:5-Endstand waren unter diesen Bedingungen aber nicht möglich. „Mit dem einen Punkt können wir gut leben. Das erste Spiel haben wir ohnehin noch nie gewonnen“, nahm Mannschaftsführer Markus Hörndler die knappe Niederlage mit Humor.

AMSTETTEN II - KTK KREMS 6:3. Der jungen Amstettner Truppe gelang in der neuen Liga ein perfekter Start. Sie legte bereits in den Einzeln den Grundstein zum Sieg. Mit Florian Urban und Christian Lindenhofer waren es aber gerade die bereits landesligaerprobten und erfahrensten Spieler der Mannschaft, die ihre Einzel abgeben mussten. Mit dem 6:3-Erfolg war man beim Aufsteiger aber voll zufrieden, denn „die Erwartungen waren eigentlich niedrig, weil wir den KTK schon sehr stark eingeschätzt haben“, betonte Mannschaftsführer David Sonnleitner.

BIBERBACH - ARDAGGER 7:2. Nach dem sieglosen Auftritt vor zwei Jahren betraten die Biberbacher heuer erneut die Landesligabühne und trafen mit Ardagger zum Auftakt auf einen alten Bekannten aus der Kreisliga. In einer vom Wind stark beeinträchtigten Partie feierten die Gastgeber ihren ersten Erfolg in der Landesliga. Der erste Sieg gegen Ardagger war dies aber bei weitem nicht. „Wir haben gegen Biberbach noch nie gewonnen, auch in der Kreisliga nicht“, gab Ardaggers Mannschaftsführer Siegfried Haberhauer zu.

Darüber, dass es sich bei der Partie um eine mögliche Abstiegspartie gehandelt habe, war sich Haberhauer mit Biberbachs Teamkapitän Stephan Dautinger einig. „Mit einem so klaren Sieg haben wir nicht gerechnet. Unser Ziel ist es die Klasse zu halten“, erklärte Dautinger. Diesem ist man mit dem 7:2-Erfolg im Lokalderby einen Schritt nähergerückt.