Erstellt am 15. Dezember 2015, 05:03

von NÖN Redaktion

Boot zertrümmert. Alle Schutzengel, die es gibt, fuhren bei Enzenhofer mit, als er im Training von einem Schweden gerammt wurde.

Die Teile fliegen. Der Schweden Jesper Forss fliegt nach dem »Torpedotreffer« über Bernd Enzenhofer (Nummer 23) hinweg.  |  NOEN, Vittorio Ubertone

Das erste Freitag-Training zum vorletzten Motorboot WM-Lauf in der Formel 1 Klasse in Abu Dhabi war gerade einmal eine Runde alt, als der Amstettner Bernd Enzenhofer von Jesper Forss im rechten Winkel gerammt wurde. Der 22-jährige Schwede, der schon am Vortag mit einem Abflug von sich reden machte, flog nach dem Torpedieren mit seinem Katamaran über Enzenhofers Boot und überschlug sich dabei.

Der Amstettner, bei dem alle Schutzengel mitfuhren, blieb unverletzt. Das Boot aber wurde irreparabel zertrümmert. Die Möglichkeit, nicht nur in Abu Dhabi, sondern auch am Finaltag in Sharjah zumindest einen WM- Punkt herauszufahren, versank im Meer. „Zu allererst bin ich froh, dass ich heil geblieben bin. Wenn man so heftig und dazu noch schuldlos von einem übermotivierten Konkurrenten abgeschossen wird, ist es bloß ein Hilfsausdruck, von einer bitteren Enttäuschung zu sprechen,“ so Enzenhofer, der die Frustration und den Zorn diplomatisch unterdrückte.