Erstellt am 19. April 2016, 03:34

von Ingrid Vogl

Bruckner: Trotz Quallenbiss zum Hawaii-Ticket. Der Wallseer Christian Bruckner (35) sicherte sich in Südafrika einen Startplatz für die Ironman-WM auf Hawaii.

Schwierige Bedingungen. Hoher Wellengang, starker Wind und Hitze verlangten Christian Bruckner in Port Elizabeth (Südafrika) alles ab. Belohnt wurde der Wallseer mit einem Ticket für Hawaii. Foto: privat  |  NOEN, privat

820 Laufkilometer, 3.500 Kilometer am Rad und 200 Kilometer im Schwimmbecken absolvierte Christian Bruckner neben zigtausenden Tourenski-Höhenmetern als Vorbereitung auf den Ironman in Port Elizabeth (Südafrika) im letzten halben Jahr.

„Besser hätte das Training nicht laufen können. Meine Hausaufgaben habe ich ordentlich erledigt“, fühlte sich der 35-jährige Berufsfeuerwehrmann vor seiner Abreise bestens gerüstet für das Unternehmen Hawaii-Qualifikation.

Mit dem Ironman in Südafrika hatte sich der Wallseer für ein sehr schwieriges Rennen mit hohem Wellengang und starkem Wind entschieden. „Es wird kein Spaziergang“, war sich Bruckner der schwierigen Aufgabe bewusst. Bei zwei Trainingslagern am Gardasee und in Istrien holte er sich den letzten Schliff für den erst zweiten Ironman seiner Karriere.

Dieses Rennen sollte für den Mostviertler zu einer ganz besonderen Herausforderung werden. Bruckner kämpfte sich in 1:03:33 Stunden durch die hohen Wellen und ließ sich dabei auch von einem Quallenbiss im Nasenbereich, der kurz Panik auslöste, nicht aus dem Konzept bringen.

Hohe Wellen, starker Wind und Hitze

Auf dem Rad knüpfte Bruckner an seine gute Schwimmleistung an, hatte aber mit dem extremen Seitenwind heftig zu kämpfen. „Ich wollte bei den windigen Bedingungen nicht überpacen. Außerdem habe ich mir schwer getan, Druck aufzubauen“, betonte der Wallseer.

Sein Bike stellte er nach 5:08:08 Stunden in der Wechselzone ab und wechselte auf die Laufstrecke. Dort startete er bei 32 Grad mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 4:45 Minuten pro Kilometer noch einmal so richtig durch. „Das war meine beste Laufleistung. Ich habe 110 Prozent gegeben“, freute sich Bruckner über seine Marathonzeit von 3:20:45 Stunden.

Bruckners Gesamtzeit von 9:37:53 Stunden bedeuteten Platz sechs in seiner Altersklasse (M35-39) und den 52. Gesamtrang. Was aber weit mehr zählte als die Zeit oder die Platzierung, war die geschaffte Qualifikation für die Weltmeisterschaft auf Hawaii.

„Es war ein brutales Rennen. Viel härter als mein erster Ironman in Klagenfurt. Südafrika war eine Challenge, aber all die Mühen mehr als wert. Es geht ein großer Traum in Erfüllung“, freute sich Bruckner über seinen WM-Startplatz.