Erstellt am 14. September 2015, 10:02

von Ingrid Vogl

Der Körper streikte. Bei der ÖM in Innsbruck kämpfte Christian Kromoser mit körperlichen Problemen. Ein Titel war die Ausbeute.

Tolle Kulisse. Vor der beeindruckenden Tiroler Bergwelt gingen in Innsbruck die Staatsmeisterschaften auf der Straße über die Bühne. Für Christian Kromoser (re.) lief dabei nicht alles nach Wunsch. Er musste sich mit einem Titel begnügen. Foto: privat  |  NOEN, privat

Die Staatsmeisterschaft auf der Straße stand für Christian Kromoser (B-L-Austria Wieselburg) unter keinem guten Stern. Dass es nicht sein Wochenende wird, kündigte sich bereits bei der Fahrt nach Innsbruck an. „Ich habe plötzlich Krämpfe in beiden Beinen bekommen und musste im Auto aufstehen. So etwas habe ich noch nie gehabt“, schildert der Neuhofner die schmerzhafte Anfahrt.

Mit seinem Körper kämpfte Kromoser dann auch am ersten Wettkampftag. Über 200 Meter musste er sich mit Rang drei begnügen. Über 500 Meter erwischte er keinen optimalen Start. Diesen Nachteil konnte er bis zum Ziel nicht mehr wettmachen, mehr als Platz zwei war daher nicht mehr drinnen.

Die größte Enttäuschung des Tages war dann aber das Punkterennen über 10.000 Meter. „Ich habe gut angefangen und war von den Punkten her in Führung. Plötzlich hat alles zugemacht: Luft und Beine und es hat mich förmlich zerrissen“, erklärt der Medizinstudent. Aus dem angepeilten Titel wurde nur Platz drei.

Am Sonntag fuhr Kromoser dann doch noch einen erwarteten Meistertitel ein. „Ich habe es nicht dominant gelöst, aber gewonnen“, so sein Kommentar zur Elimination. Gemeinsam mit Linus Heidegger hatte sich Kromoser vom Rest des Feldes abgesetzt, der Sprint ging dann an den Niederösterreicher. „Ich habe die Pflicht erfüllt und das Beste daraus gemacht, was möglich war“, lautet seine Bilanz.

Bevor es im November zur WM nach Taiwan geht, stehen für Christian Kromoser an den nächsten beiden Wochenenden noch zwei Marathons und im Oktober ein dreiwöchiges Trainingslager in Geisingen am Programm.