Erstellt am 17. November 2015, 03:28

von Ingrid Vogl

Eröffnungsfest mit falschem Sieger. AVL/CEV-Cup: Mit einer Niederlage im NÖ-Derby und einem Sieg im Europacup weihte der VCA die renovierte Pölz-Halle ein.

Im Höhenflug. Durch den Ausfall von Bartlomiej Gajdek lastet viel Verantwortung auf den Schultern von Maximilian Landfahrer (am Ball). Im Europacup gegen Zagreb war der 22-Jährige wieder Topscorer.  |  NOEN, zVg

AUSTRIAN VOLLEY LEAGUE

AMSTETTEN - WALDVIERTEL 1:3. Mit dem NÖ-Derby, das auch live auf ORF Sport+ übertragen wurde, weihten die Am-stettner Volleyballer vor toller Kulisse die renovierte Pölz-Halle ein. Ein Sieg war den Mostviertlern dabei knapp nicht gegönnt.

Damit war vor Spielbeginn auch nicht unbedingt zu rechnen. Die Amstettner kämpfen seit Saisonbeginn mit Verletzungsproblemen und blieben bisher hinter den Erwartungen zurück. Die Waldviertler hingegen sind noch ungeschlagen und gaben bis zum Spiel in Amstetten keinen einzigen Satz ab. Trotz der ungünstigeren Ausgangslage für den VCA entwickelte sich von Beginn an ein ausgeglichenes Duell – mit leichten Vorteilen für die Gäste.

Die Amstettner kämpften beherzt und wehrten im ersten Satz vier Satzbälle der Waldviertler ab, den Satzverlust verhindern konnten sie aber nicht. Im zweiten Satz schlichen sich bei der Kop-Truppe dann viele Eigenfehler ein. Zudem visierten die Am-stettner mit ihrem Service viel zu oft Waldviertel-Libero Niklas Maurer an, was nicht zum Erfolg führte.

Mit dem Rücken zur Wand stellten die Amstettner ihre Taktik im dritten Satz um, machten Druck über Ex-VCA-Spieler Dan Kellum und durften nach knapp eineinhalb Stunden Spielzeit über den ersten Satzgewinn in der neuen Halle jubeln. Bei 24:22 im vierten Satz war der VCA dann sogar einem fünften Satz nahe, gab diese Führung aber doch noch aus der Hand.

CEV CHALLENGE CUP

AMSTETTEN - ZAGREB 3:1. Zwei Tage nach der Derby-Niederlage kam mit Zagreb ein schlagbarer Gegner nach Amstetten. Die Kroaten sind in der MEVZA noch ohne Sieg und liegen in der Tabelle zwei Plätze hinter den Amstettnern auf Rang sieben.

Dieses Kräfteverhältnis spiegelte sich auch im Spielverlauf wider. Auch wenn die Amstettner den dritten Satz abgeben mussten, hatten sie den Gegner stets im Griff und sammelten mit dem klaren Sieg wieder Selbstvertrauen. „Das war der Aufbaugegner, den wir jetzt gebraucht haben“, erklärte VCA-Sportdirektor Micha Henschke.