Erstellt am 24. Mai 2016, 05:14

von Ingrid Vogl

Erstmals in den Top Ten. Beim Boulder-Weltcup in Innsbruck qualifizierte sich Jessica Pilz trotz Maturastress für das Halbfinale und belegte Rang zehn, ihr bisher bestes Boulder-Resultat im Weltcup.

Gelenkigkeit gefragt. Jessica Pilz knackte beim Weltcup in Innsbruck alle fünf Qualifikationsboulder und sicherte sich einen Platz im Halbfinale. Dort war für die Haagerin dann aber Endstation. Mit Rang zehn eroberte sie aber ihr bisher bestes Resultat in einem Boulder-Weltcup.  |  NOEN, Holzknecht

Training stand für Jessica Pilz in den letzten Wochen nicht im Vordergrund. Schriftliche Matura an der HAK Amstetten hieß das Projekt, das die ganze Aufmerksamkeit und Energie der Haagerin erforderte. Trotzdem bewies Pilz am Wochenende, dass sie auch mit geringerem Trainingsaufwand zu den weltbesten Kletterinnen zählt. Und das nicht nur in ihrer Paradedisziplin Vorstieg, sondern auch im Bouldern.

In Innsbruck ging der Boulder-Weltcup erstmals am neuen Schauplatz in der Olympiaworld über die Bühne. Neben Lokalmatadorin Anna Stöhr, die beim dritten Weltcup nach ihrer Verletzungspause alle fünf Qualifikationsboulder im ersten Versuch knackte, sicherte sich auch Jessica Pilz einen Platz im Halbfinale. Sie löste ebenfalls alle fünf Boulder, benötigte dafür insgesamt nur sieben Versuche und zog als Siebente ins Semifinale ein.

Dort gelang es ihr, drei von vier Bouldern top zu gehen, was ihr im Endklassement Rang zehn einbrachte. „Das ist mein bestes Resultat bisher. Die Boulderprobleme waren großartig und ich habe es absolut genossen, hier in Innsbruck zu klettern. Ich bin zufrieden“, lautete die Bilanz der Mostviertlerin.