Erstellt am 19. April 2016, 03:14

von Ingrid Vogl

Gelungene Premiere für Jessica Pilz. Bei ihrem ersten Boulder-Weltcup belegte Jessica Pilz in der Schweiz Rang elf und war damit beste Österreicherin.

Wie geht es weiter? Die schwierigen Boulder in Meiringen bereiteten Jessica Pilz einiges Kopfzerbrechen. Foto: Wilhelm  |  NOEN, Heiko Wilhelm

Der erste Boulder-Weltcup ihrer Karriere stand für Jessica Pilz eigentlich unter keinem guten Stern. Die Haagerin verbrachte die Tage vor dem Bewerb mit einer starken Erkältung im Bett. Für den Start in Meiringen (Schweiz) entschied sich die 19-Jährige kurzfristig. Zum Glück. Bei ihrer Weltcup-Premiere belegte sie nämlich als beste Österreicherin Rang elf.

Für das erfolgsverwöhnte österreichische Damenteam wurde bereits die Qualifikation zur Zitterpartie. Jessica Pilz und Katharina Saurwein schafften den Aufstieg ins Semifinale der besten 20, Boulder-Aushängeschild Anna Stöhr scheiterte jedoch und versäumte erstmals seit 2007 den Einzug in ein Weltcup-Halbfinale. Platz 21 war für sie eine Enttäuschung.

Keine Lösung für drei von vier Bouldern

Spaß am Klettern hatte hingegen Jessica Pilz. Auch wenn sie mit den schwierigen Bouldern im Semifinale ihre liebe Not hatte. „Ich habe die ganze Zeit nach Lösungen gesucht und viele Versionen probiert, aber bei drei von vier Boulderproblemen habe ich sie nicht gefunden“, nahm die Mostviertlerin ihre vielen Fehlversuche mit Humor.

Mit Platz elf im Endklassement war die HAK-Schülerin nämlich durchaus zufrieden. „Mein Ziel war es, wertvolle Punkte für den Overall-Gesamtweltcup zu sammeln und in der Weltrangliste im Bouldern einen Sprung nach vorne zu machen, damit ich beim Heimweltcup in Innsbruck nicht Gefahr laufe, mit einer hohen Startnummer in die Qualifikation gehen zu müssen“, freute sich Jessica Pilz über ihr gelungenes Debüt im Boulder-Weltcup und einen vielversprechenden Start in die neue Saison, die ihr mit der bevorstehenden Matura heuer eine ganz besondere Doppelbelastung beschert.