Erstellt am 06. Oktober 2015, 06:32

von Ingrid Vogl

Kromoser: Ein Speedskater auf Abwegen. Bevor er zur WM-Vorbereitung nach Deutschland aufbrach, startete Inlineskater Christian Kromoser bei der ÖM im Kriterium.

Die Sportart gewechselt. Inlinespeedskater Christian Kromoser (li.) machte auch am Rad gute Figur.  |  NOEN, zVg
Zwei Reifen statt acht Rollen lautete am Samstag Christian Kromosers Devise. Bevor es am Sonntag zum Trainingslager nach Geisingen ging, wo sich der Inlinespeedskater auf die Weltmeisterschaft in Taiwan vorbereitet, startete der Mostviertler in Klein Engersdorf noch bei einem Radrennen.

Tolle Premiere: „Es hat total Spaß gemacht“

Für seine Premiere bei einem Elite-Rennen hatte sich Kromoser die österreichische Kriterium-Meisterschaft ausgesucht. Und er schlug sich dabei wacker.

„Es hat total Spaß gemacht. Einige Fahrer von großen Teams waren sogar hinter mir“, war der 22-Jährige zufrieden mit seiner Leistung, die ihm Rang 25 einbrachte. 33 Mal hatten die Teilnehmer einen 1,6 Kilometer langen Stadtkurs zu absolvieren, in jeder dritten Runde wurden Punkte vergeben.

„Bei Spitzkehre fehlt mir das Handling“

Makellosen Asphalt, wie ihn Kromoser von seinen Skatewettkämpfen her gewöhnt ist, hatte die Strecke nicht aufzuweisen. Im Gegenteil.

Wasserrillen, Löcher und Kopfsteinpflaster waren zusätzlich zu 90-Grad-Kurven und Spitzkehren eine ganz besondere Herausforderung für den Neo-Radsportler. „Bei der Spitzkehre fehlt mir ganz einfach das Handling am Rad. Da habe ich immer einiges an Metern verloren, die ich bergauf dann wieder gutmachen musste“, schildert Kromoser seine größten Probleme während des Rennens.

Vom gefahrenen Tempo her konnte der Speedskater mit den Radspezialisten aber sehr gut mithalten. Mit einem Schnitt von 46,8 Stundenkilometern braucht sich Kromoser nicht zu verstecken.