Seitenstetten

Erstellt am 09. August 2016, 03:39

von Ingrid Vogl

WM-Medaillen für Schmutzer. Der Seitenstettner Stephan Schmutzer eroberte in Dänemark mit dem österreichischen Team WM-Silber und kürte sich im Doppel zum Amateur-Weltmeister.

Jubel über Silber. Das österreichische Elite-Team mit Stephan Schmutzer (hinten links) kürte sich zum Vize-Weltmeister. Foto: privat  |  privat

Im Vorjahr kürte sich das österreichische Racketlon-Team zum Vize-Europameister. Der Seitenstettner Stephan Schmutzer stand damals zwar im Kader, zum Einsatz kam er aber (noch) nicht. Das änderte sich bei der Weltmeisterschaft im heurigen Jahr. In Dänemark durfte der Mostviertler zu den vier Schlägern (Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis) greifen – und das mit Erfolg. Das rot-weiß-rote Team sicherte sich Silber im Elite-Bewerb. Als Draufgabe eroberte Schmutzer noch Gold im Amateur-Doppel.

Obwohl die Österreicher als Nummer zwei gesetzt waren, kam die Team-Silbermedaille doch eher überraschend. „Bei der EM im Vorjahr hatten wir eine stärkere Mannschaft“, wies Schmutzer auf das Fehlen zweier Topspieler hin. Trotzdem setzte man sich im Viertelfinale gegen Deutschland (Weltmeister 2013) und im Halbfinale gegen den amtierenden Weltmeister Schweden durch.

Im Endspiel gegen Europameister Dänemark überraschten die Österreicher dann mit der Aufstellung. Team-Kapitän Tom Wagner nominierte den besten Einzelspieler Lukas Windischberger für das Doppel mit Stephan Schmutzer. Die Taktik führte nicht zum Erfolg. Österreich musste sich mit 16 Punkten Rückstand geschlagen geben. Besser lief es für Schmutzer im Amateur-Doppel an der Seite des Vorarlbergers Emanuel Schöpf. Im Tennis fixierte das Duo gegen eine finnische Paarung Gold.

Trotz der großen Erfolge bei der Weltmeisterschaft ist die Saison für Stephan Schmutzer noch lange nicht zu Ende. Zwei große Turniere in Wr. Neudorf und die Einzel-WM hat er im Racketlon ebenso noch im Visier wie die Verbesserung seiner Weltranglisten-Platzierung. Derzeit liegt Schmutzer auf Rang 31. „Mein Ziel sind die Top 20 Anfang nächsten Jahres. Das ist realistisch“, erklärt der Neo-Weltmeister.

Eine große Aufgabe wartet aber auch noch in der Tennis-Meisterschaft. Mit dem UTC Waidhofen kämpft Schmutzer im September um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Wir spielen in einer Dreiergruppe, zwei steigen auf“, sieht er auch hier Chancen auf Erfolg.