Erstellt am 21. Juni 2016, 05:25

von Claus Stumpfer

Hackl siegt in Kleinzell. Der St. Pöltner gewinnt vor seinem Saisonhöhepunkt, einem Abenteuerrennen im Himalaya, noch den Bergsprint in Kleinzell. Am Wochenende startete Stefan Hackl beim Alpen-Team-Cup-Bergsprint in Kleinzell.

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„Den ersten eher flacheren Kilometer konnte ich mich als einziger Mountainbiker in der Spitzengruppe behaupten, um dann, als wir in den Anstieg einbogen, das Tempo anzuziehen“, war es sein eigentliches Ziel, die Mountainbikewertung zu gewinnen. Aber Hackls Tempoverschärfung konnte nur der steirische Bergspezialist Brieler kontern.

Gemeinsam setzten sich die beiden ab und erreichten Kopf an Kopf die 1-km-Marke. „Das war ein echt harter Fight, aber Patricks Attacken konnte ich stets kontern, um dann selbst mein Glück zu versuchen“, schildert der St. Pöltner Racerholix-Fahrer, wie er 200 Meter vor dem Ziel aus dem Sattel ging und seinen Puls bis auf 196 Schläge hochschraubte. „So hab ich den Vorsprung ins Ziel gerettet“, strahlt er.

Nach diesem Formtest wird Hackl diese Woche in das Himalaya-Gebirge fliegen. Dort findet mit dem siebentägigen Abenteuerrennen sein Saisonhöhepunkt statt. „Das wird ein richtiges Abenteuer, allein vier Anstiege liegen über 5000 Meter und am letzten Tag werden wir nach einem 50-km-Anstieg das Dach der Tour mit 5600 Meter erreichen“, erwartet Hackl „dünne Luft“. Die Zeltlager nach den Etappen liegen nur an den ersten beiden Tagen unter 4000 Metern, da wird die Regeneration echt hart!“

Der „Kollar-Bergpreis“ von Kleinzell auf den Ebenwald, wae aber nicht nur für Hackl ein wichtiger Bewerb. Für die Nö-Mastersfahrer ging es sogar um den Landesmeistertitel im Bergfahren.

Josef Schalk, der Im Vorjahauf dieser Strecke österreichischer Meister geworden ist, und heuer diesen Titel schon im Mai in Kindberg geholt hat, wollte den Titel wieder holen, auch wenn die Fahrer des Veranstalterklubs Kollar Cycling Team Stattersdorf ihm den Fehdehandschuh hinwarfen.

Die Kategorien Master 4 bis 6 starteten gemeinsam und wurden getrennt gewertet. Schalk hat sofort nach dem Start die Führung übernommen, konnte sich in der ersten Kehre absetzen und mit 30 Sekunden Vorsprung auf Günther Gugler (M 4, Amstetten) gewinnenn. Fritz Pelz (Kolar) wurde als Gesamt-Dritter mit etwa zwei Minuten Abstand Zweiter bei den Master 5. „Das Rennen wurde woeder vorbildlich vom Kollar-Cycling-Team organisiert“, lobte Schalk.