Erstellt am 25. April 2017, 02:39

von Claus Stumpfer

Nach vorn gestürmt. Die Geschwister Holland gehören zu Österreichs besten Nachwuchsfahrern, was sie in Tirol abermals unter Beweis stellten.

Nicht alle Wilhelmsburger, die sich den Hang hinabstürzen, sind auf einem Snowboard unterwegs. Michael Holland bevorzugt ein Bike.  |  NOEN, privat

Gleich am Eingang des Ötztals findet man eine der bekanntesten Cross-Country-Mountainbike-Strecken Europas. Beim Ötztaler Mountainbike-Festival, das zum ersten Mal Teil des Proffix-Swiss-Bike-Cups war, kämpften am Wochenende rund 800 Starter und Starterinnen aus 22 Nationen um Weltranglistenpunkte, mittendrin das Geschwisterpaar Conny und Michael Holland von den Naturfreunden Wilhelmsburg.

Am Samstag stand Conny in der Kategorie U 17 am Start und konnte bis an die dritte Position vorfahren, an ihrem Hinterrad die ungarische Siegerin vom Saisonauftakt in Langenlois. In der vierten und letzten Runde musste Holland aber dem hohen Tempo Tribut zollen und ihre Konkurrentin erneut ziehen lassen. „Aber auch der vierte Platz ist eine starke Leistung, schließlich war ich die schnellste Österreicherin“, freute sich Holland. Der Sieg ging an die Deutsche Harriet Harnden vor Lokalmatadorin Vera Schmid.

Am Sonntag bestritt Connys Bruder Michael sein erst zweites Junior-World-Series-Rennen, das den Weltcup für die Junioren darstellt. „Da ich noch keine UCI-Punkte aufweisen kann, musste ich aus der drittletzten Reihe von über hundert Teilnehmern starten, konnte mich aber auf der technisch sehr anspruchsvollen Strecke, wo Namen wie ‚Rattlesnake‘ oder die Downhill-Passage ‚Feel Free‘ schon auf die besondere Streckenbeschaffenheit hinweisen, gut im Mittelfeld halten“, landete der Wilhelmsburger nach fünf harten Runden und 1000 Höhenmetern auf Platz 59. Hinter Julian Pöchhacker (ebenfalls aus NÖ, Rang 52) wurde er sogar zweitbester Österreicher.