Hollabrunn

Erstellt am 17. Mai 2017, 02:31

von Kevin Kada

Philip Stenzl wird Zweiter. Trotz widrigster Umstände und Probleme mit dem neuen Fahrzeug holte sich der Hollabrunner Philip Stenzl den zweiten Platz.

Sorgenvoller Blick. Nach dem ersten Training hatte Philip Stenzl noch einige Probleme mit seinem Gefährt. Am Finaltag schlug der 20-jährige Hollabrunner aber voll zu.  |  Kevin Kada

Am Samstag um fünf Uhr morgens setzte der 20-jährige Hollabrunner Motorsportler Philip Stenzl einen Post auf Facebook ab. Das Auto war für den Renntag bereit. Nur gut neun Stunden später startete Stenzl in den ersten Trainingslauf, ehe es am Nachmittag zur ersten von drei Vorrunden ging. Nach dem ersten Training war ein sichtlich erschöpfter Stenzl noch nicht so sicher, wie das Rennwochenende verlaufen würde: „Ich habe nur zwei Stunden geschlafen. Heute ist irgendwie ein komischer Tag. Ich kann echt noch nicht sagen, wie der Finaltag wird.“

Das neue Auto bereitete immer noch Probleme. Nach einiger Einstellungsarbeit in der Nacht zum Sonntag waren die gröbsten Dinge behoben. Ein Fragezeichen, wie sich das Auto im Rennen verhalten würde, blieb dennoch.

Und dann kam alles anders, als Stenzl es erwartet hätte. Den zweiten und dritten Lauf gewann Stenzl und qualifizierte sich so für das Finale. Dort war er bis zur zweiten von sieben Runden sogar in Führung, ehe ihn Vize-Europameister Petr Nikodem einholte und sich schlussendlich auch den Sieg sicherte. Stenzl kam knapp hinter ihm ins Ziel und war somit Zweiter in der Klasse der 1600 ccm Buggys. „Das ist mehr, als ich mir erwartet hätte. Und Nikodem ist ja auch nicht irgendein Rennfahrer“, war Stenzl nach dem Rennen glücklich über seinen zweiten Rang beim FIA Zonen-Rennen in Hollabrunn.

Nun wartet in gut zwei Wochen die Reise nach Deutschland auf den Hollabrunner. Dort tritt der 20-Jährige bei der „großen“ Europameisterschaft in Seelow an. Der knappe Rückstand auf den Vize-Europameister stimmt Stenzl positiv, er bleibt aber realistisch: „Ich möchte gerne ins vordere Drittel fahren. Schauen wir mal, ob mir das gelingt. Immerhin sind dort gut 40 Fahrer am Start. Die Konkurrenz ist also dementsprechend groß“

Glück hatte Stenzl auf der Strecke noch nie. Bei zwei Starts schied der Hollabrunner einmal wegen Motor- und einmal wegen eines Getriebeschadens aus.