Erstellt am 25. November 2015, 04:08

von Bernd Dangl

Bittere Hollabrunner Pleite im NÖ-Derby. Hollabrunn musste sich nach mangelnder Chancenverwertung Bad Vöslau mit 25:26 geschlagen geben.

Nach seinem Fußbruch gab Hollabrunns Flügelspieler Oliver Graninger gegen Bad Vöslau sein Comeback. Die 25:26-Heimniederlage konnte er auch mit seinen fünf Treffern nicht abwenden. Foto: Michael Schröder  |  NOEN, Michael Schröder

HOLLABRUNN - BAD VÖSLAU 25:26. Eine Pleite, mit der niemand gerechnet hat, fingen sich die Hollabrunner im Heimderby gegen Bad Vöslau ein. Schon auswärts kamen die Weinviertler nicht über ein Remis hinaus, nun setzte es gar eine 25:26-Niederlage.

„Jetzt fängt wieder das Zittern an“

„Extrem bitter für uns. Mit einem Sieg wären wir schon ziemlich sicher im Meister- Play-off gestanden, jetzt fängt wieder das Zittern an“, fasste UHC-Manager Gerhard Gedinger zusammen. Denn die Teams rückten in der Tabelle noch knapper zusammen, wenngleich Hollabrunn als Viertplatzierter noch ein Spiel weniger ausgetragen hat.

Gegen Vöslau legten die Hollabrunner einen gelungenen Start hin, führten nach sieben Minuten 4:1. Doch danach kippte das Geschehen, die Gäste kamen auf und drehten die Partie binnen weniger Minuten – 4:6 (12. Minute). Erst danach kam der UHC wieder auf Touren, führte zur Pause 13:11. Bitterer Beigeschmack: UHC-Kapitän Andreas Czech musste nach einer Kollision am Mittelkreis mit einer Knieverletzung raus.

Schwerer Gang nach Graz wartet

Auch nach dem Wechsel änderte sich an der Spielcharakteristik wenig. Hollabrunn schien, obwohl nicht in Topform agierend, das Geschehen im Griff zu haben, führte, konnte sich aber nicht weiter absetzen. Ein Faktor war die fehlende Konzentration beim Abschluss: „Wir haben viel zu viele Chancen ausgelassen“, sah Gedinger einen Grund für das Nachlassen im Finish.

Auch die Abwehr war plötzlich nicht mehr stabil genug. Immer öfters fanden die Vöslauer den Weg durch die Hollabrunner Defensive und infolge auch zu positiven Abschlüssen. Fünf Minuten vor Schluss setzten sich die Gäste mit plus zwei Toren dezent ab – ein Vorsprung, der am Ende reichen sollte. Denn Kristof Gals Anschlusstreffer zum 25:26 achtzehn Sekunden vor dem Ende kam zu spät.

„Ein klassischer Selbstfaller“, resümierte Gedinger, der weiß, dass sich sein Team beim sonntägigen Auswärtsspiel in Graz steigern muss. „Dort wird es alles andere als leicht.“ Dazu steht hinter dem Einsatz von Kapitän Czech ein dickes Fragzeichen. „Verlieren wir dort, dann stehen wir gegen Tirol und die Fivers schon unter Druck“, weiß der Manager.

Positiv: Mit Flügelflitzer Oliver Graninger feierte ein Stammspieler nach wochenlanger Verletzungspause wieder ein Comeback. Graninger erzielte gleich fünf Tore.