Erstellt am 22. Dezember 2015, 09:48

von Kevin Kada

Eigl raste durch die Wälder. Der Hollabrunner Michael Eigl (40) nahm als einziger Österreicher am Enduro-Rennen „Novemberkasan“ in Schweden teil.

Michael Eigl in den schwedischen Wäldern. Foto: BG Landin  |  NOEN, BG Landin

„Die Voraussetzungen für die 100. Auflage des Novemberkasan, eines traditionellen Enduro-Rennens in Schweden, waren perfekt“, scherzte Michael Eigl, der als einziger Österreicher an dem traditionsreichen Rennen teilnahm: „Wochenlanger Dauerregen schuf die besten Bedingungen für ein kerniges Rennen.“

Auf den rund 59 Sonderprüfungskilometern kam der Spaß für die 170 gestarteten Fahrer nicht zu kurz, so Eigl: „Die recht happige Routenführung wurde durch die extrem tiefen Streckenbedingungen noch weiter erschwert und hätte sich mit einem Schlauchboot genauso, wenn nicht sogar bequemer bewältigen lassen.“ Die Rennpiloten mussten die Strecken einmal tagsüber und zweimal nachts bewältigen. Die zahllosen Schlammlöcher waren bodenlos, jede falsche Deutung der Linie wurde mit einem sofortigen Vollbad im eisigen Schlammwasser bestraft. Neben dem Rennen beeindruckte Eigl aber vor allem die Stimmung vor Ort. „Kolportierte 30.000 Zuschauer waren beim Rennen dabei. Die Stimmung glich einem Volksfest. Die Zuschauer standen bis in die frühen Morgenstunden in den schwedischen Wäldern rund ums Lagerfeuer und jubelten bei jedem vorbeifahrenden Teilnehmer.“