Erstellt am 18. November 2015, 04:03

von Bernd Dangl

Ein turbulentes Unentschieden. In Unterzahl hatte Hollabrunn den Sieg schon fast im Sack, ehe Ferlach noch zuschlug. Direktes Duell ging aber an UHC.

UHC-Hollabrunn-Kapitän Andreas Czech erzielte vom Kreis sechs Treffer, war damit beim 27:27 in Ferlach zweitbester Werfer seines Teams. Foto: Thomas Hagendorfer  |  NOEN, Thomas Hagendorfer

FERLACH - HOLLABRUNN 27:27. Mit gemischten Gefühlen fuhren die Weinviertler aus Kärnten heim. Zum einen blieb der UHC ungeschlagen, mischt weiter an der Tabellenspitze mit und hätte bei Punktegleichheit, nach dem Heimsieg über Ferlach, im direkten Duell gegenüber den Kärntnern die Nase vorne.

Auf der anderen Seite fühlten sich die Gäste massiv vom Schiedsrichter-Duo Alexandra Begusch/Martin Kotrc benachteiligt. Vor allem zu Beginn der zweiten Halbzeit, als Hollabrunn eine 15:12-Führung aus der Hand gab, es plötzlich 15:15 stand.

In Unterzahl in Führung gegangen

„Uns wurden drei reguläre Treffer wegen angeblicher Schritte aberkannt, während auf der Gegenseite Treffer trotz zu vieler Schritte gegeben wurden“, war Gedinger empört. „Da ist bei uns der Faden gerissen.“

Denn bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Hollabrunner das Geschehen fest im Griff, lieferten im ersten Abschnitt die „beste Saisonleistung“ (Gedinger) ab. Vor allem Kreisspieler Andreas Czech wurde immer wieder perfekt in Szene gesetzt, konnte mit sechs Treffern aufzeigen.

Nach dem Ausgleich der Kärntner schien sich das Blatt zugunsten der Gastgeber zu wenden. Plötzlich rannte Hollabrunn einem Rückstand hinterher, kämpfte sich aber zurück. Turbulent verlief die Schlussphase: In Minute 59 flog Philipp Biber mit einer Zeitstrafe raus, der UHC ging in Unterzahl aber durch Kristof Gal in Führung. 19 Sekunden vor dem Ende glich Ferlach zum 27:27 aus, ehe Kristof Gal mit einem Freiwurf – nach der Schlusssirene – knapp scheiterte.

Am Samstag gastiert Bad Vöslau in Hollabrunn. Für Manager Gedinger ist sein Team Favorit, aber: „Wir sind gewarnt, haben auswärts dort nur unentschieden gespielt. Aber daheim sollten wir gewinnen.“